Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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NRW sucht innovative Mobilitätsideen: Jetzt für den Mobilitätspreis 2026 bewerben & nachhaltige Verkehrsprojekte vor Ort gezielt sichtbar machen.

Die besten Lösungen für Stau, schlechte Anschlüsse oder fehlende Radwege entstehen nicht immer am großen Konferenztisch. Manchmal kommen sie aus einem Verein, einem Start-up, einer Stadtverwaltung, einer Initiative oder schlicht von Menschen, die jeden Morgen merken, wo es im Alltag hakt. Genau solche Projekte sucht das Land jetzt wieder für den Mobilitätspreis.NRW 2026.
Seit Montag können Bewerbungen eingereicht werden. Die Frist läuft bis einschließlich 13. September 2026, die Teilnahme ist kostenlos. Insgesamt stehen 30.000 Euro Preisgeld bereit: 15.000 Euro für den ersten Platz, 10.000 Euro für den zweiten und 5.000 Euro für den dritten. Das Geld soll nicht in der Schublade verschwinden, sondern in die ausgezeichneten Projekte zurückfließen.
Gesucht werden Ideen für den Personen- und Güterverkehr, aber auch für Infrastruktur. Es geht also nicht nur um Bus, Bahn oder Fahrrad, sondern auch um klügere Wege, Waren zu transportieren, Straßenraum anders zu nutzen oder Pendlern den Umstieg zu erleichtern. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen, Verbände, Institutionen und Start-ups.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bringt den Ansatz auf den Punkt: „Es sind die klugen Ideen vor Ort, die den Unterschied machen.“ Der Satz passt, denn viele Probleme der Mobilität sind sehr konkret: der letzte Kilometer vom Bahnhof ins Dorf, die sichere Verbindung zur Schule, die freie Fläche im Quartier oder der bessere Anschluss zwischen Bus und Rad.
Dass solche Projekte Wirkung haben können, zeigen die Preisträger des vergangenen Jahres. Den ersten Platz holte die „Triangel“ im Kreis Steinfurt, eine rund 62 Kilometer lange Veloroute über ehemalige Bahntrassen und Wirtschaftswege. Auf Platz zwei landete „bonus mobil“ der Ruhrbahn, eine App, die klimafreundliche Wege mit Punkten belohnt. Dritter wurde ein Essener Beteiligungsprojekt der Universität Münster, bei dem Jugendliche ihre Radverkehrssituation untersuchten.
Das Auswahlverfahren läuft in drei Schritten. Zunächst prüft ein Fachgremium des Ministeriums die Einreichungen. Danach wählt eine unabhängige Jury fünf Finalisten aus. Über die Platzierungen entscheidet am Ende die Öffentlichkeit per Online-Voting. Verliehen wird der Preis beim Mobilitätstag.NRW am 10. Dezember 2026 in Düsseldorf.
Unsere Meinung: Der Preis ersetzt keine verlässliche Finanzierung für Busse, Bahnen und Radwege. Aber er kann zeigen, was vor Ort längst möglich ist. Gerade deshalb sollten sich Kommunen, Vereine und Unternehmen bewerben: Gute Ideen dürfen nicht im stillen Kämmerlein liegen bleiben.
Zur Anmeldung: buendnis-fuer-mobilitaet.nrw.de