Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Wissen über Ostwestfalen: Lage, Städte, Menschen, Sprache, Unternehmen und Besonderheiten der Region verständlich und regional erklärt.

Ostwestfalen lässt sich nicht mit einem einzigen Satz erklären. Die Region im Nordosten Nordrhein-Westfalens wird von unterschiedlichen Landschaften, Städten und wirtschaftlichen Zentren geprägt. Bielefeld, Gütersloh, Herford, Minden, Paderborn und Höxter gehören ebenso zum Bild wie mittelständische Unternehmen, eine ausgeprägte Industrietradition und eine Mentalität, die außerhalb der Region gelegentlich mehr Fragen aufwirft als innerhalb.
Wer Ostwestfalen kennenlernen möchte, stößt schnell auf grundlegende Fragen: Wo genau liegt die Region? Welche Städte und Kreise gehören dazu? Warum wird häufig von Ostwestfalen-Lippe oder einfach OWL gesprochen? Was zeichnet die Menschen aus und welche Unternehmen haben die Region weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannt gemacht?
Der Wissensbereich von ostwestfalen.nrw sammelt Hintergründe, Erklärungen und Geschichten über eine Region, die wirtschaftlich bedeutender und kulturell eigenständiger ist, als es auf den ersten Blick manchmal scheint.
Ostwestfalen ist keine historisch einheitlich entstandene Region. Über Jahrhunderte bestand das Gebiet aus unterschiedlichen Territorien, Grafschaften, geistlichen Herrschaften und später preußischen Verwaltungsgebieten.
Erst im 19. und 20. Jahrhundert entwickelten sich daraus die Strukturen, die Ostwestfalen heute prägen. Eine besondere Rolle spielt dabei Lippe, das historisch eigenständig blieb und erst 1947 Teil Nordrhein-Westfalens wurde.
Der Beitrag Geschichte Ostwestfalens erklärt kompakt, wie aus historischen Gebieten, dem preußischen Regierungsbezirk Minden und dem Land Lippe die heutige Region Ostwestfalen-Lippe entstand.
Wer verstehen möchte, warum Ostwestfalen heute zugleich zusammengehört und dennoch so unterschiedliche regionale Identitäten besitzt, findet hier den historischen Hintergrund.

Ostwestfalen liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Doch spätestens bei der Frage nach den genauen Grenzen wird es etwas komplizierter. Ostwestfalen und Ostwestfalen-Lippe sind historisch nicht dasselbe, auch wenn beide Begriffe heute im Alltag häufig gleichgesetzt werden.
Wer sich zunächst geografisch orientieren möchte, findet unter Wo liegt Ostwestfalen? eine Einordnung der Region zwischen Teutoburger Wald, Weserraum, Eggegebirge und der Grenze zu Niedersachsen. Dort wird auch erklärt, warum Ostwestfalen nicht von einer einzigen Stadt geprägt wird, sondern mehrere starke Zentren besitzt.
Noch genauer beantwortet die Seite Was gehört zu Ostwestfalen? die Frage nach Städten und Kreisen. Zum eigentlichen Ostwestfalen zählen Bielefeld sowie die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Minden-Lübbecke und Paderborn. Gemeinsam mit dem Kreis Lippe bilden sie die größere Region Ostwestfalen-Lippe, kurz OWL.
Gerade die besondere Stellung Lippes erklärt, warum regionale Bezeichnungen bis heute nicht immer eindeutig verwendet werden. Für Menschen aus der Region sind diese Unterschiede häufig selbstverständlich. Wer Ostwestfalen von außen betrachtet, bekommt damit jedoch einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Region.

Wie viele Menschen leben in Ostwestfalen? Wie groß ist die Region und wie viele Unternehmen und Beschäftigte gibt es? Die wichtigsten aktuellen Kennzahlen haben wir unter „Ostwestfalen in Zahlen“ zusammengestellt.

Über den Ostwestfalen gibt es zahlreiche Klischees. Er gilt als zurückhaltend, bodenständig, sparsam mit Worten und nicht unbedingt dafür bekannt, jede gute Nachricht sofort mit Begeisterung zu kommentieren.
Ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Bild nicht. Gleichzeitig greift es zu kurz.
Wer einen größeren Blick auf die regionalen Eigenheiten werfen möchte, findet unter Was ist typisch für Ostwestfalen? eine Übersicht über Mentalität, Mittelstand, Küchenindustrie, Landschaften, Sprache und regionale Spezialitäten. Der Beitrag zeigt, warum sich Ostwestfalen nicht auf ein einzelnes Klischee reduzieren lässt.
Die Seite Der typische Ostwestfale beschäftigt sich ausführlicher mit Charakter, Mentalität und regionalem Selbstverständnis. Dabei geht es weniger um eine wissenschaftliche Definition als um Eigenschaften, die in Ostwestfalen seit Generationen gerne beschrieben, belächelt und manchmal auch gepflegt werden.
Zur regionalen Identität gehört ebenso die Sprache. Viele Begriffe, Redewendungen und Ausdrücke verschwinden langsam aus dem Alltag, sind in Familien und Dörfern aber weiterhin bekannt. Das Ostwestfälisch Wörterbuch sammelt solche Wörter von A bis Z und bewahrt damit ein Stück regionaler Sprachgeschichte.
Sprache und Mentalität zeigen etwas, das sich auf einer Landkarte nur schwer darstellen lässt: Ostwestfalen ist nicht allein ein geografischer Raum. Region entsteht auch durch gemeinsame Erinnerungen, Gewohnheiten, Ausdrucksweisen und eine bestimmte Art, auf die eigene Heimat zu schauen.

Wer Ostwestfalen ausschließlich mit ländlichen Räumen, Fachwerk und Teutoburger Wald verbindet, übersieht einen wesentlichen Teil der Region. Ostwestfalen ist zugleich eine stark industriell und mittelständisch geprägte Wirtschaftsregion.
Familienunternehmen, spezialisierte Mittelständler und international tätige Firmen prägen zahlreiche Städte und Gemeinden. Eine Besonderheit liegt dabei in der dezentralen Struktur: Bedeutende Unternehmen sitzen nicht nur in Bielefeld, sondern beispielsweise auch in Gütersloh, Verl, Harsewinkel, Kirchlengern, Steinhagen oder Minden.
Warum sich gerade in dieser Region so viele erfolgreiche Familienunternehmen, Hidden Champions und international tätige Industriebetriebe entwickelt haben, erklärt der Beitrag Warum ist Ostwestfalen wirtschaftlich so stark? Er beleuchtet unter anderem die Bedeutung von Mittelstand, Industrie, Küchen- und Möbelwirtschaft, Maschinenbau, Automatisierung sowie der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen.
Wer dagegen konkrete Firmen und Marken kennenlernen möchte, findet unter Bekannte Unternehmen aus Ostwestfalen eine Übersicht wichtiger Unternehmen und Arbeitgeber. Dazu gehören bekannte Namen aus Lebensmittelwirtschaft und Medien ebenso wie Unternehmen aus Maschinenbau, Möbeln und Küchen, Automatisierung, Bauwirtschaft und Gebäudetechnik.

Dass Ostwestfalen auch bundesweit für eine Geschichte bekannt wurde, die mit der Realität der Region eigentlich wenig zu tun hat, verdankt es ausgerechnet Bielefeld.
Die Bielefeld-Verschwörung begann als Internet-Scherz und entwickelte sich zu einem der bekanntesten deutschen Netzphänomene. Die Behauptung, Bielefeld existiere nicht, wurde über Jahrzehnte weitergetragen und schließlich sogar von der Stadt selbst mit Humor aufgegriffen.
Die Geschichte gehört inzwischen fast genauso zum öffentlichen Bild Bielefelds wie Sparrenburg oder Dr. Oetker. Sie zeigt außerdem, dass regionale Identität nicht ausschließlich aus Geschichte, Wirtschaft und Landschaft entsteht. Manchmal reicht auch ein ungewöhnlich langlebiger Witz.
Zwischen Minden im Norden und dem Raum Paderborn und Höxter im Süden gibt es nicht das eine Ostwestfalen. Die Unterschiede zwischen Städten, Landschaften und historischen Teilregionen sind dafür zu groß.
Gerade darin liegt jedoch der Charakter der Region.
Ostwestfalen verbindet starke Industriestandorte mit ländlichen Räumen, international bekannte Unternehmen mit kleinen Manufakturen, Hochschulen mit traditionsreichen Städten und eine ausgeprägte wirtschaftliche Stärke mit einer regionalen Außendarstellung, die lange eher zurückhaltend geblieben ist.
Der Wissensbereich von ostwestfalen.nrw soll diese Zusammenhänge verständlich machen und weiter ausbauen. Künftig ergänzen weitere Beiträge über bedeutende Persönlichkeiten, regionale Besonderheiten und Entwicklungen, die Ostwestfalen geprägt haben, diesen Bereich.
Wer die Region wirklich verstehen möchte, muss deshalb nicht bei einer einzelnen Definition stehen bleiben. Ostwestfalen erschließt sich über seine Orte, seine Unternehmen, seine Menschen und die Geschichten, die zwischen Weser, Teutoburger Wald und Paderborner Land entstanden sind.