Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Minden ist eine der ältesten Städte in Ostwestfalen-Lippe – und zugleich eine der überraschendsten. Mit rund 85.000 Einwohnern, über 1.200 Jahren Geschichte und dem größten Doppel-Wasserstraßenkreuz der Welt besitzt Minden Alleinstellungsmerkmale, die weit über die Regionsgrenzen hinaus strahlen. Karl der Große, die Hanse, Preußen, Melitta, Wago: Die Geschichte dieser Weserstadt lässt sich an ihren Namen ablesen – und noch besser an ihren Gebäuden, Gewässern und Unternehmen.

| Einwohner | rund 85.000 (Stand: 31.12.2024) |
| Fläche | 106,8 km² |
| Kreiszugehörigkeit | Kreisstadt des Kreises Minden-Lübbecke |
| Postleitzahlen | 32423–32429 |
| Vorwahl | 0571 |
| Beiname | Weserstadt, Mühlenstadt |
| Verkehr | A2, A30, Weserradweg, ICE-Bahnhof |
| Unternehmen | rund 3.600 Betriebe |
Die Stadtgeschichte Mindens beginnt im Jahr 798, als Karl der Große eine Reichsversammlung an der Weser abhielt und der Ort „Minda“ erstmals in den fränkischen Reichsannalen erwähnt wurde. Diese frühe Erwähnung macht Minden zu einer der historisch ältesten Städte in ganz Westfalen.
Um das Jahr 800 wurde das Bistum Minden gegründet – ein Wendepunkt für die Entwicklung der Stadt. Wo das Bistum entstand, entstand auch der Dom, der bis heute das Stadtbild dominiert. Wenig später erhielt Minden Markt-, Münz- und Zollrechte, wurde Mitglied der Hanse und entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Umschlagplatz an der Weser.
Im Dreißigjährigen Krieg war Minden schwer umkämpft. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 fiel die Stadt an Brandenburg-Preußen. Diese preußische Periode ist bis heute im Stadtbild sichtbar: in den Wallanlagen, der strukturierten Stadtanlage und zahlreichen Bauten aus der Garnisonszeit. Die preußische Festungsstadt Minden war eine der strategisch wichtigsten Positionen in Nordwestdeutschland.
Im Jahr 1914 wurde das erste Wasserstraßenkreuz gebaut – ein Ingenieurbauwerk von nationaler Bedeutung. 1998 folgte das zweite parallele Kreuzungsbauwerk. Zusammen bilden sie das heutige Doppel-Wasserstraßenkreuz, das einzigartig in der Welt ist und Minden bis heute weit über die Region hinaus bekannt macht.
Minden liegt im nordwestlichen Teil von Ostwestfalen-Lippe, direkt an der Weser. Geografisch besonders bedeutsam ist die Nähe zur Porta Westfalica – dem Durchbruch der Weser durch das Wiehengebirge, einem der markantesten Naturpunkte in ganz Nordwestdeutschland.
Das Stadtbild ist von einem reizvollen Kontrast geprägt: Auf der einen Seite stehen Dom, historisches Rathaus und das charmante Schnurrviertel mit seinen Fachwerkhäusern und engen Gassen. Auf der anderen Seite markiert das Wasserstraßenkreuz das moderne, ingenieurstechnische Gesicht der Stadt.
Charakteristisch für Minden ist die Aufteilung in Ober- und Unterstadt: Die Unterstadt liegt direkt an der Weser und war historisch der Ort des Warenumschlags. Die Oberstadt mit Dom und Bischofssitz war das kirchliche und politische Zentrum. Das Schnurrviertel verbindet beide Bereiche und ist heute das lebendigste Viertel der Innenstadt.
Das Wasserstraßenkreuz Minden ist das größte Doppel-Wasserstraßenkreuz der Welt und das bekannteste Bauwerk der Stadt. Hier überquert der Mittellandkanal auf einer langen Trogbrücke die Weser – Schiffe fahren buchstäblich über Schiffe hinweg. Das erste Kreuzungsbauwerk entstand 1914, ein zweites, parallel verlaufendes folgte 1998. Ein Besucherzentrum direkt am Bauwerk erklärt Geschichte und Technik. Für alle, die Minden besuchen, ist das Wasserstraßenkreuz ein absolutes Muss.
Der Mindener Dom ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke in Westfalen. Seine Ursprünge reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Die heutige Gestalt zeigt eine beeindruckende Schichtung verschiedener Baustile: Romanik, Gotik und barocke Einbauten fügen sich zu einem einheitlichen, wuchtigen Gesamteindruck zusammen. Die markante Westfront mit ihren Türmen gilt als eines der schönsten Kirchenportale in NRW. Im Dom wird der Domschatz Minden aufbewahrt – einer der bedeutendsten Kirchenschätze in Westfalen.
Das Historische Rathaus am Marktplatz ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Rathausarchitektur. Die gotische Laube – ein offener Arkadengang an der Rathausfassade – ist das bekannteste Architekturelement des Baus und verleiht dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter. Das Rathaus wurde im 14. Jahrhundert errichtet und gilt als eines der schönsten erhaltenen Rathäuser in ganz Ostwestfalen-Lippe.
Das Schnurrviertel ist das Herzstück der Mindener Altstadt. Enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, restaurierte Fachwerkhäuser und eine dichte Abfolge von Cafés, Boutiquen, Galerien und kleinen Restaurants machen dieses Viertel zum lebendigsten Teil der Innenstadt. Wer das historische Minden spüren möchte, findet hier den besten Ausgangspunkt.
Minden war eine der wichtigsten preußischen Festungsstädte in Westfalen. Vom ehemaligen Festungsring sind heute die Wallanlagen und das Glacis erhalten – eine großzügige Grünanlage rund um die Innenstadt, die als Spazier- und Freizeitzone sehr beliebt ist. An mehreren Stellen sind Bastionen und historische Mauerreste sichtbar.
Nur wenige Kilometer südlich von Minden liegt die Porta Westfalica – der Punkt, an dem die Weser das Wiehengebirge durchbricht. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg ist von weit sichtbar und bietet von einem Aussichtspunkt einen der schönsten Panoramablicke in der Region. Die Porta Westfalica ist ein Naturmonument und ein Kulturdenkmal zugleich.
Minden ist wirtschaftlich deutlich stärker aufgestellt, als seine Größe vermuten lässt. Rund 3.600 Unternehmen und Betriebe haben in Minden ihren Sitz. Neben den großen, traditionsreichen Firmen ist die Stadt von einem soliden Mittelstand geprägt, der die Region seit Generationen trägt.
Wago ist die Erfolgsgeschichte Mindens schlechthin. Das Familienunternehmen ist Weltmarktführer für elektrische Verbindungstechnik und beschäftigt in Minden rund 3.400 Mitarbeiter – damit ist Wago einer der größten Einzelarbeitgeber in ganz Ostwestfalen-Lippe. Weltweit hat Wago rund 12.000 Beschäftigte und ist in über 100 Ländern aktiv. Das Unternehmen steht für genau das, was OWL wirtschaftlich ausmacht: unbekannte Weltmarktführer mit tiefen regionalen Wurzeln.
Melitta ist mit Minden untrennbar verbunden. Hier erfand Melitta Bentz im Jahr 1908 den Kaffeefilter – aus einem Stück Löschpapier. Damit begründete sie ein Unternehmen, das heute zu den bekanntesten Konsumgütermarken in Europa gehört. Mit rund 1.400 Mitarbeitern in Minden ist Melitta einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt und ein Stück gelebter Wirtschaftsgeschichte.
Minden bietet ruhige, überschaubare Wohnlagen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis:
Gerade die direkte Weser-Lage, der Weserradweg, die Porta Westfalica und die Möglichkeiten im Grünen machen Minden als Wohnort besonders für Familien und Naturliebhaber attraktiv.
Minden-Marketing GmbH / Tourist Information
Kleiner Domhof 22
32423 Minden
Tel.: 0571 829759
Weitere Informationen: www.minden.de
Minden hat rund 85.000 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024) und ist die Kreisstadt des Kreises Minden-Lübbecke, der insgesamt rund 310.000 Einwohner zählt.
Eine genaue Stadtgründung ist nicht überliefert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 798, als Karl der Große hier eine Reichsversammlung abhielt und der Ort als „Minda“ in den fränkischen Reichsannalen erscheint. Um das Jahr 800 folgte die Gründung des Bistums Minden.
Das Wasserstraßenkreuz Minden ist das größte Doppel-Wasserstraßenkreuz der Welt. Hier überquert der Mittellandkanal auf einer Trogbrücke die Weser – Schiffe fahren also buchstäblich über den Fluss hinweg. Das erste Kreuzungsbauwerk wurde 1914 fertiggestellt, ein zweites, moderneres 1998. Ein Besucherzentrum erklärt Geschichte und Technik des Bauwerks.
Das bekannteste Wahrzeichen ist der Mindener Dom St. Gorgonius und St. Petrus, eine romanisch-gotische Kathedrale mit Ursprüngen aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als eine der schönsten Hallenkirchen in Deutschland.
Das Schnurrviertel ist das charmanteste Viertel der Mindener Altstadt. Es verbindet Ober- und Unterstadt durch enge Gassen, Kopfsteinpflaster und Fachwerkhäuser und ist heute der beliebteste Platz für Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte.
Zu den bekanntesten gehören Wago (Weltmarktführer für elektrische Verbindungstechnik, rund 3.400 Mitarbeiter vor Ort), Melitta (bekannt für Kaffeefilter, rund 1.400 Mitarbeiter) und EDEKA Minden-Hannover, eine der größten EDEKA-Regionalgesellschaften Deutschlands.
Melitta Bentz erfand den Kaffeefilter im Jahr 1908 in Dresden – doch das Unternehmen, das daraus entstand, hat seinen Sitz in Minden. Melitta gehört bis heute zu den bekanntesten deutschen Konsumgütermarken und ist fest mit der Stadtidentität Mindens verbunden.
Die Porta Westfalica liegt nur wenige Kilometer südlich von Minden und ist der Punkt, an dem die Weser das Wiehengebirge durchbricht und ins norddeutsche Tiefland fließt. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg ist von weit sichtbar und bietet einen spektakulären Panoramablick über die Region.
Minden liegt an der A2 (Hannover–Dortmund) und der A30 sowie am Bahnknotenpunkt mit IC-Verbindungen. Bielefeld ist in etwa 35 Minuten erreichbar, Hannover in knapp einer Stunde. Zudem führt der Weserradweg direkt durch die Stadt.
Ja, der Weserradweg ist einer der schönsten und bekanntesten Fernradwege Deutschlands und führt direkt durch Minden entlang der Weser. Er verbindet Hann. Münden im Süden mit Cuxhaven im Norden und ist bei Radtouristen aus ganz Deutschland beliebt.
Minden bietet Schifffahrten auf der Weser, den Weserradweg, die Wallanlagen, den Potts Park als Freizeitpark, die Porta Westfalica für Wanderungen und regelmäßige Stadtfeste. Das Wasserstraßenkreuz selbst ist mit seinem Besucherzentrum auch ein beliebtes Ausflugsziel.
Der Kreis Minden-Lübbecke hat rund 310.000 Einwohner und besteht neben der Kreisstadt Minden aus den Städten und Gemeinden Espelkamp, Lübbecke, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, Rahden, Petershagen, Stemwede und Hille.