Bielefeld wird 2026 zum Innovation Festival

Das InnovationFestival 2026 in Bielefeld vernetzt Forschung, Wirtschaft und Ideen für neue Impulse auf dem Campus in Ostwestfalen.

Bielefeld bekommt im September wieder Besuch aus Werkhallen, Büros, Laboren und Gründerteams. Am 15. und 16. September 2026 findet auf dem Campus von Hochschule Bielefeld und Universität Bielefeld zum zweiten Mal das InnovationFestival statt. Was zunächst nach Hochschultermin klingt, ist vor allem als Treffpunkt für die regionale Wirtschaft gedacht: Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe sollen dort unkompliziert mit Forschenden ins Gespräch kommen — nicht im Konferenzsaal mit steifen Namensschildern, sondern dort, wo neue Ideen tatsächlich entstehen.

Die Premiere im vergangenen Jahr hat offenbar Mut gemacht. Mehr als 700 Teilnehmende und rund 70 Programmpunkte kamen 2025 zusammen. Nun legen Universität, HSBI und die Bielefeld Research + Innovation Campus GmbH, kurz BRIC, nach. Der Campus Bielefeld soll dabei erneut zeigen, was in der Nachbarschaft alles geforscht, entwickelt und ausprobiert wird.

Wenn Forschung und Mittelstand früh miteinander ins Gespräch kommen, entstehen aus Ideen schneller konkrete Lösungen für die Region.

Der erste Festivaltag ist breit angelegt. Geplant sind Workshops, Pitches und Laborführungen zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, digitalen Geschäftsmodellen und automatisierter Produktion. Für viele Betriebe dürfte genau das interessant sein: keine abstrakte Zukunftsrede, sondern die Frage, ob sich eine Idee im eigenen Unternehmen nutzen lässt. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen haben selten eigene Forschungsabteilungen. Für sie kann so ein kurzer Draht zur Hochschule entscheidend sein.

Am zweiten Tag rücken Materialforschung und innovative Werkstoffe in den Mittelpunkt. Dabei geht es um mehr als neue Oberflächen oder technische Spielereien. Moderne Materialien entscheiden mit darüber, ob Produktion künftig ressourcenschonender, haltbarer und effizienter wird. In einer Region, die stark von Industrie, Maschinenbau, Zulieferern und Mittelstand geprägt ist, ist das kein Randthema.

Ein wichtiger Anlaufpunkt wird die Fachausstellung im Gebäude X der Universität Bielefeld sein. Dort sollen sich Teilnehmende an beiden Tagen begegnen, informieren und vernetzen können. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Anmeldeschluss ist nach Angaben der IHK der 9. September um 12 Uhr.

Unsere Meinung: Bielefeld tut gut daran, solche Formate nicht als reine Hochschulschau zu verstehen. Wenn Forschung hier vor Ort sichtbar wird und Betriebe den Mut haben, Fragen mitzubringen statt nur Prospekte mitzunehmen, kann aus zwei Festivaltagen mehr werden als ein voller Kalendertermin — nämlich ein echter Standortvorteil für OWL.

Weitere Informationen: hsbi.de