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Eine Sicherheitslücke bei Bielefeld Marketing betrifft rund 10.000 Kunden. Betroffene sollten wachsam sein & verdächtige Nachrichten prüfen.

Eine Sicherheitslücke bei der Bielefeld Marketing GmbH betrifft nach bisherigen Angaben rund 10.000 Kundinnen und Kunden. Über einen Zeitraum von zwei Tagen soll ein unbefugter Zugriff auf Teile des IT-Systems möglich gewesen sein. Das Unternehmen warnt inzwischen die Betroffenen und informiert darüber, wie sie reagieren sollten.
Der Vorfall trifft eine Einrichtung, mit der viele Menschen in Bielefeld regelmäßig in Kontakt kommen. Das Stadtmarketing organisiert große Veranstaltungen, betreibt touristische Angebote und informiert über das kulturelle Leben der Stadt. Über die zugehörigen Internetseiten werden zudem Veranstaltungstickets, Stadtführungen, Gutscheine und Souvenirs angeboten. Auch Newsletter-Anmeldungen und weitere digitale Dienstleistungen gehören zum Angebot.
Welche Daten während der Sicherheitslücke konkret eingesehen oder möglicherweise kopiert werden konnten, geht aus den bislang öffentlich zugänglichen Informationen nicht vollständig hervor. Auch ein möglicher Missbrauch ist bisher nicht belegt. Für die betroffenen Kunden bleibt damit zunächst eine unangenehme Unsicherheit. Allein die Möglichkeit eines fremden Zugriffs auf persönliche Informationen kann ausreichen, um später gezielte Betrugsversuche glaubwürdiger erscheinen zu lassen.
Besondere Vorsicht ist deshalb bei E-Mails, SMS oder Anrufen geboten, die angeblich von Bielefeld Marketing, einem Ticketanbieter oder einer anderen bekannten Stelle stammen. Kriminelle nutzen Namen, E-Mail-Adressen und Bestelldaten häufig, um täuschend echte Nachrichten zu verschicken. Die Verbraucherzentrale empfiehlt nach Datenlecks, verdächtige Kontaktversuche genau zu prüfen und vorsorglich Passwörter zu ändern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät außerdem dazu, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden und möglichst eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten.
Für Unternehmen gelten bei Datenschutzverletzungen klare Regeln. Besteht mehr als ein geringes Risiko für die betroffenen Personen, muss der Vorfall möglichst innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Datenschutzaufsicht gemeldet werden. Bei einem hohen Risiko müssen zudem die Betroffenen direkt informiert werden.
Der Vorfall zeigt, wie verwundbar selbst regional verankerte Einrichtungen inzwischen sind. Digitalisierung erleichtert den Zugang zu Veranstaltungen und Angeboten, sie schafft aber auch neue Verantwortung.
Weitere Informationen: bielefeld-marketing.de