Meys Rapsöl in Bielefeld: Öl aus der Hofmühle

Mey’s Rapsöl entsteht in einer Bielefelder Hofmühle aus regional angebautem Raps und wird schonend kaltgepresst und abgefüllt.

Meys Rapsöl wird auf dem Hof Meyer zu Stieghorst am Stadtrand von Bielefeld hergestellt. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb verarbeitet Rapssaat aus eigenem beziehungsweise regionalem Anbau zu einem nativen, kaltgepressten Speiseöl.

Die Arbeitsschritte reichen vom Anbau und der Auswahl der Rapssaat über das Pressen und Filtern bis zur Abfüllung in Glasflaschen. Die Flaschen werden auf dem Hof etikettiert und verpackt. Verkauft wird das Öl direkt nach Absprache sowie über regionale Handels- und Gastronomiepartner.

Mey’s Rapsöl auf einen Blick

Betrieb: Landwirtschaft Meyer zu Stieghorst
Produktmarke: Mey’s Rapsöl
Ansprechpartner: Karl-Ludwig Meyer zu Stieghorst
Standort: Bielefeld
Adresse: Evenhausener Straße 7, 33719 Bielefeld
Bereich: Landwirtschaft und hofeigene Ölmühle
Produkt: Natives, kaltgepresstes Rapsöl
Rohstoff: Rapssaat aus eigenem und regionalem Anbau
Abfüllung: Glasflaschen
Telefon: 05208 229
Mobil: 0171 3109253
E-Mail: klmzst@gmx.de
Webseite: www.meys-rapsoel.de
Hofverkauf: nach telefonischer Absprache
Versand: nach vorheriger Bestellung möglich

Regelmäßige Öffnungszeiten werden nicht genannt. Auskünfte, Bestellungen und Abholtermine sollten daher telefonisch mit dem Betrieb vereinbart werden.

Landwirtschaft seit rund 200 Jahren

Der Hof Meyer zu Stieghorst liegt im westfälischen Teil des Ravensberger Hügellandes. Die Familie bewirtschaftet die Felder nach eigenen Angaben seit rund 200 Jahren und baute im Laufe dieser Zeit unterschiedliche landwirtschaftliche Kulturen an.

Heute bildet die Herstellung von Rapsöl einen wichtigen Schwerpunkt des Betriebs. Der Rohstoff stammt von eigenen Flächen oder von landwirtschaftlichen Betrieben aus der näheren Umgebung. Dadurch bleiben Anbau, Verarbeitung und Verkauf eng mit Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe verbunden.

Meys Rapsöl Manufaktur in Bielefeld
Meys Rapsöl Manufaktur in Bielefeld @ Foto: Terschüren

Vom Rapskorn zum Speiseöl

Die Qualität des fertigen Öls hängt bereits von der Ernte ab. Der Raps muss möglichst trocken eingebracht werden, während die Saat sauber und frei von unerwünschten Bestandteilen sein sollte.

In der Hofmühle werden die Rapskörner anschließend mechanisch und bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen gepresst. Bei dieser Kaltpressung tritt das Öl aus der Saat aus, ohne dass eine industrielle Raffination notwendig ist.

Nach dem Pressen werden Schalenteile und Schwebstoffe herausgefiltert. Zurück bleibt ein goldgelbes Öl, das zeitnah in Glasflaschen abgefüllt wird. Konservierungsstoffe und weitere Zusatzstoffe werden nach Angaben der Hofmühle nicht verwendet.

Kaltgepresstes Öl aus regionalem Raps

Mey’s Rapsöl wird als natives Speiseöl angeboten. Der Begriff „nativ“ steht dafür, dass das Öl durch mechanische Verfahren gewonnen und nicht nachträglich raffiniert wurde.

Die schonende Verarbeitung soll die für Raps typischen Farb-, Geschmacks- und Inhaltsstoffe möglichst weitgehend erhalten. Das fertige Öl besitzt nach Beschreibung des Betriebs eine goldgelbe Farbe und ein mildes, leicht nussiges Aroma.

Der kurze Weg zwischen Feldern, Hofmühle und regionalen Verkaufsstellen unterscheidet das Produkt von Ölen, deren Rohstoffe und Verarbeitungsschritte über mehrere Länder verteilt sind.

Verwendung in der kalten und warmen Küche

Das Rapsöl kann für Salate, Dressings, Marinaden und selbst gemachte Aufstriche verwendet werden. Sein zurückhaltendes Aroma lässt sich mit Kräutern, Gemüse, Senf, Essig oder Fruchtsäften kombinieren.

Auch für die warme Küche eignet es sich. Die Hofmühle nennt unter anderem Dünsten, Dämpfen und schonendes Anbraten als mögliche Anwendungen. Empfohlen werden Verarbeitungstemperaturen bis ungefähr 145 Grad Celsius. Für sehr starkes Erhitzen oder scharfes Frittieren sollten dagegen entsprechend hitzebeständige Öle verwendet werden.

Auf der Unternehmensseite werden außerdem eigene Rezeptideen veröffentlicht. Dazu gehören beispielsweise ein Kohlrabigrün-Walnuss-Pesto und Apfel-Zimt-Schnecken, bei denen das Rapsöl Butter oder andere Fette ergänzt beziehungsweise ersetzt.

Meys Rapsöl Abfüllung
Meys Rapsöl Abfüllung

Abfüllung und Verpackung auf dem Hof

Nach dem Filtern wird das Öl direkt im Betrieb abgefüllt. Die Glasflaschen werden von der Familie selbst etikettiert und verpackt.

Die Stadt Bielefeld führt das Produkt als kaltgepresstes, natives Rapsöl ohne Gentechnik und nennt Mehrwegflaschen als Verpackung. Der Hof verbindet damit ein regionales Lebensmittel mit einer Verpackung, die mehrfach genutzt werden kann.

Neben Privatkunden beliefert der Betrieb auch regionale Verkaufsstellen und gastronomische Partner. Damit findet das Öl seinen Weg in Hofläden, Lebensmittelmärkte und Küchen der Umgebung. Die konkreten Bezugsstellen können sich verändern und sollten direkt über die Hofmühle erfragt werden.

Fotovoltaik-Anlage Mey`s Rapsölmanufaktur
Fotovoltaik-Anlage Mey`s Rapsölmanufaktur

Produktion mit Sonnenenergie

Der Betrieb setzt inzwischen Sonnenenergie für die Herstellung seines Rapsöls ein. Eine Photovoltaikanlage unterstützt damit die Verarbeitung am Hof.

Meyer zu Stieghorst ist zudem als Partnerbetrieb des Projekts „Nachhaltiges Reiseziel“ aufgeführt. Im Mittelpunkt stehen regionale Rohstoffe, kurze Transportwege und eine Verarbeitung, die möglichst nah am landwirtschaftlichen Ursprung bleibt.

Hofverkauf und mögliche Einblicke

Das Öl kann nach vorheriger Absprache direkt auf dem Hof gekauft werden. Auch ein Versand per Paket wird angeboten. Da es keinen Laden mit festen täglichen Öffnungszeiten gibt, sollten Bestellungen und Abholungen vorab telefonisch vereinbart werden.

In der Vergangenheit fanden außerdem angemeldete Betriebsbesichtigungen statt, bei denen der Weg von der Landwirtschaft zur hofeigenen Ölmühle erklärt wurde. Ob aktuell Führungen oder Termine für Gruppen möglich sind, muss direkt mit dem Betrieb abgestimmt werden.

Hofmanufaktur aus Bielefeld

Mey’s Rapsöl zeigt, wie ein klassischer landwirtschaftlicher Betrieb ein eigenes regionales Produkt entwickeln kann. Der Raps wächst auf Flächen in Ostwestfalen, wird auf dem Hof verarbeitet und anschließend selbst abgefüllt und verpackt.

Das Produkt besitzt eine klar nachvollziehbare Herkunft und steht zugleich für eine dezentrale Lebensmittelverarbeitung, bei der ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region bleibt.

Häufige Fragen zu Mey’s Rapsöl

Wo wird Mey’s Rapsöl hergestellt?

Das Öl wird in der hofeigenen Rapsmühle von Meyer zu Stieghorst an der Evenhausener Straße in Bielefeld hergestellt.

Woher stammt der verwendete Raps?

Die Rapssaat stammt nach Angaben des Betriebs aus eigenem beziehungsweise regionalem Anbau in Ostwestfalen-Lippe.

Wird das Öl kaltgepresst?

Ja. Die Rapssaat wird schonend kaltgepresst. Anschließend werden Schalenteile und Schwebstoffe herausgefiltert.

Kann man das Rapsöl direkt auf dem Hof kaufen?

Ja. Der Hofverkauf ist nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Auch ein Versand kann vereinbart werden.

Enthält das Öl Zusatzstoffe?

Nach Angaben der Hofmühle wird das native Rapsöl ohne Konservierungsstoffe und weitere Zusatzstoffe hergestellt.