FHB in Spenge: Zunftkleidung aus der Manufaktur

FHB fertigt in Spenge individuelle Zunftkleidung und entwickelt robuste Arbeitsbekleidung für Handwerk, Bau und Industrie.

Cordhose, Zunftweste und Koppel gehören für viele Wandergesellen und Handwerker noch immer zur beruflichen Identität. Einer der bekanntesten Hersteller dieser Kleidung sitzt in Ostwestfalen: FHB in Spenge fertigt individuelle Zunftbekleidung und entwickelt darüber hinaus moderne Arbeitskleidung für Handwerk, Bau und Industrie.

Die Wurzeln des Familienunternehmens liegen in Bielefeld. Bis heute erinnert der Name an den Gründer und die Herkunft: Die drei Buchstaben stehen für Fritz Höhne aus Bielefeld. Besonders eng mit dem Standort Spenge verbunden ist die sogenannte Unikatfabrik. Dort nähen erfahrene Fachkräfte Zunfthosen, Westen und Sakkos nach persönlichen Maßen und Ausstattungswünschen.

FHB auf einen Blick

Unternehmen: FHB original GmbH & Co. KG
Standort: Spenge im Kreis Herford
Adresse: Blankenfohrweg 7–9, 32139 Spenge
Gegründet: 1943 in Bielefeld
Gründer: Fritz Höhne und Hans Mischke
Geschäftsführer: Peter Hoffmann und Christian Eder
Bereich: Zunft- und Arbeitsbekleidung
Produkte: Zunfthosen, Westen, Sakkos, Arbeitshosen, Jacken, Shirts, Schuhe und Zubehör
Besonderheit: individuelle Maßanfertigungen in der eigenen Unikatfabrik
Telefon: 05225 8764-0
E-Mail: info@fhb.de
Webseite: fhb.de
Verkauf: über ausgewählte Fachhändler
Kundenservice: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, Freitag bis 15.30 Uhr

Die aktuellen Unternehmens- und Kontaktdaten werden im Impressum sowie auf der Kontaktseite des Herstellers veröffentlicht.

Von Bielefeld nach Spenge

Die Geschichte begann 1943. Fritz Höhne und Hans Mischke gründeten in Bielefeld das Unternehmen Höhne & Mischke und spezialisierten sich zunächst auf Zunfthosen aus Cord und Englisch-Leder. Mischke verließ den Betrieb bereits nach ungefähr einem Jahr. Fritz Höhne führte ihn anschließend gemeinsam mit seiner Frau Käthe weiter.

Aus den Anfangsbuchstaben von Fritz Höhne aus Bielefeld entwickelte sich der Markenname FHB. In den 1970er-Jahren zog das Unternehmen von Bielefeld nach Spenge. Gleichzeitig übernahm mit Margrit und Bernd Hoffmann die nächste Generation zunehmend Verantwortung.

Seit 1996 führt Peter Hoffmann das Familienunternehmen. Er erweiterte das traditionelle Zunftsortiment und erschloss später den größeren Markt für moderne Arbeitsbekleidung. 2003 übernahm er den Betrieb, der seitdem als FHB original GmbH & Co. KG firmiert. Im Jahr 2012 kam die farblich breit aufgestellte Arbeitskleidungskollektion „Wähle Deine Farbe“ hinzu.

FHB original Zunftkleidung Logo
FHB original Zunftkleidung Logo @fhb.de

Maßgefertigte Zunftkleidung aus Spenge

Nicht jeder Handwerker findet in üblichen Konfektionsgrößen eine Hose, Weste oder ein Sakko, das wirklich gut sitzt. In der Unikatfabrik in Spenge werden deshalb persönliche Maßanfertigungen hergestellt.

Ausgangspunkt ist ein bestehendes Modell. Anschließend können Größe, Länge, Bundweite, Stoff, Farbe und Ausstattung angepasst werden. Möglich sind beispielsweise zusätzliche Handy- oder Werkzeugtaschen, besondere Schlagweiten, andere Lederbesätze sowie Namen oder Firmenlogos. Die fertige Kleidung wird von erfahrenen Näherinnen und Nähern in Spenge zugeschnitten und zusammengenäht.

Auch ältere Lieblingsstücke können als Vorlage dienen. Ist eine lange getragene Zunfthose verschlissen, kann die Manufaktur eine neue Ausführung anfertigen, die sich am bisherigen Modell orientiert. Dadurch bleiben vertraute Schnitte und Ausstattungen erhalten.

Die Beratung und Vermessung erfolgen grundsätzlich über einen Fachhändler. Dieser bestimmt gemeinsam mit dem Kunden die passende Größe, nimmt notwendige Maße auf und klärt die gewünschte Ausstattung mit dem Werk in Spenge.

FHB - Maßgefertigte Zunftkleidung
FHB – Maßgefertigte Zunftkleidung

Traditionelle Kluft und moderne Arbeitskleidung

Das Sortiment reicht heute deutlich über klassische Zunftbekleidung hinaus. Angeboten werden Arbeitshosen, Shorts, Latzhosen, Jacken, Westen, Fleecebekleidung, Sweatshirts, Hemden und Zubehör. Hinzu kommen Sicherheitsschuhe, Werkzeughalter, Gürtel und Kniepolster.

Bei der Entwicklung müssen Funktion und Tragekomfort zusammenpassen. Eine Arbeitshose soll Bewegungsfreiheit bieten, Werkzeug aufnehmen und den Belastungen auf Baustellen oder in Werkstätten standhalten. Gleichzeitig unterscheiden sich die Anforderungen je nach Beruf: Maler benötigen andere Taschen und Farben als Tischler, Dachdecker oder Beschäftigte in der Industrie.

Die Produkte werden nicht vollständig in Spenge hergestellt. Das Unternehmen erläutert transparent, dass Serienartikel je nach Modell gemeinsam mit langjährigen Partnern in Deutschland, Europa und Asien gefertigt werden. Die individuellen Zunftanfertigungen aus der Unikatfabrik entstehen dagegen vollständig am ostwestfälischen Standort. (FHB)

FHB Zunftkleidung - Traditionelle Kluft und moderne Arbeitskleidung
FHB Zunftkleidung – Traditionelle Kluft und moderne Arbeitskleidung

Langlebigkeit und Reparaturen

Arbeitskleidung wird im täglichen Einsatz stark beansprucht. Stoffe, Nähte, Knöpfe und Reißverschlüsse müssen deshalb dauerhaft belastbar sein. FHB setzt nach eigenen Angaben auf langjährige Lieferanten und Materialien, die für den jeweiligen Einsatz geprüft werden.

Viele Komponenten der Workwear sind nach OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert. Das Unternehmen möchte den Anteil entsprechend gekennzeichneter Produkte schrittweise ausbauen. Gleichzeitig werden auf den Pflegeetiketten Hinweise gegeben, die dazu beitragen sollen, die Bekleidung möglichst lange zu nutzen. (FHB)

Zum Service gehört außerdem eine Reparaturwerkstatt. Beschädigte Reißverschlüsse und andere Defekte können abhängig vom Zustand des Kleidungsstücks instand gesetzt werden. Ob dafür Kosten entstehen, wird im Einzelfall entschieden. Gerade bei hochwertiger oder maßgefertigter Zunftkleidung kann eine Reparatur sinnvoller sein als ein vollständiger Neukauf. (FHB)

FHB Maßmanufaktur Zunftkleidung
FHB Maßmanufaktur Zunftkleidung @fhb.de

Textilhandwerk aus dem Kreis Herford

FHB verbindet Bielefelder Textilgeschichte mit einer bis heute erhaltenen handwerklichen Fertigung in Spenge im Kreis Herford. Das Unternehmen hat sich vom Spezialisten für Cordhosen zu einem Anbieter moderner Arbeitskleidung entwickelt, ohne die traditionelle Zunft aus dem Blick zu verlieren.

Besonders bemerkenswert ist die Unikatfabrik. Dort entstehen Kleidungsstücke nicht für einen anonymen Markt, sondern für konkrete Handwerker, Wandergesellen und Betriebe. Maße, Stoffe, Taschen und persönliche Details werden direkt auf den späteren Träger abgestimmt.

Gerade diese Verbindung aus regionaler Textiltradition, individueller Fertigung und langlebiger Berufskleidung macht FHB zu einer von uns ausgewählten Manufaktur aus Ostwestfalen.

Häufige Fragen zu FHB

Wofür stehen die Buchstaben FHB?

Die Abkürzung entstand aus dem Namen Fritz Höhne aus Bielefeld. Fritz Höhne gehörte 1943 zu den Gründern des Unternehmens.

Wo befindet sich FHB heute?

Der Firmensitz und die Unikatfabrik liegen am Blankenfohrweg 7–9 in Spenge im Kreis Herford.

Wird die gesamte Arbeitskleidung in Spenge hergestellt?

Nein. Serienprodukte entstehen gemeinsam mit Partnerbetrieben in Deutschland, Europa und Asien. Individuelle Zunftkleidung wird in der eigenen Unikatfabrik in Spenge handgefertigt.

Welche Kleidungsstücke können nach Maß gefertigt werden?

Individuell angepasst werden unter anderem Zunfthosen, Zunftwesten und Zunftsakkos. Maße, Stoffe, Farben, Taschen und Veredelungen können ausgewählt werden.

Kann man direkt beim Hersteller einkaufen?

Beratung, Vermessung und Bestellung erfolgen in der Regel über ausgewählte Fachhändler. Eine Händlersuche befindet sich auf der Unternehmenswebsite.