Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Rotpunkt Küchen in Bünde: Unternehmen, Küchen, Greenline, Produktion, Nachhaltigkeit, Arbeitgeber und Ausbildung im Überblick.

Eine Einbauküche wird aus zahlreichen Elementen individuell zusammengestellt. Schränke, Fronten, Arbeitsplatten, Griffe, Beleuchtung und Innenausstattung müssen dabei nicht nur gestalterisch zusammenpassen, sondern auch auf Raumgröße, Arbeitsabläufe und Stauraumbedarf abgestimmt werden.
Rotpunkt Küchen entwickelt und produziert am Hauptsitz in Bünde sowie im Werk Preußisch Oldendorf-Getmold Küchen- und Wohnmöbel. Das Familienunternehmen beschäftigt an beiden Standorten knapp 400 Menschen und liefert einen großen Teil seiner Produktion ins Ausland. Neben Einbauküchen gehören inzwischen auch Möbel für Badezimmer, Ankleiden und Hauswirtschaftsräume zum Sortiment.
Unternehmen: Rotpunkt Küchen GmbH
Hauptsitz: Bünde im Kreis Herford
Adresse: Ladestraße 52, 32257 Bünde
Branche: Küchenmöbel und Wohnmöbel
Gründung: 1930
Ursprünglicher Firmenname: Rabe & Meyer
Geschäftsführung: Heinz-Jürgen Meyer, Andreas Wagner und Sven Herden
Beschäftigte: knapp 400 an den Standorten Bünde und Preußisch Oldendorf-Getmold
Umsatz 2025: 103,7 Millionen Euro
Exportquote: rund 80 Prozent
Produktionsstandorte: Bünde und Preußisch Oldendorf-Getmold
Produkte: Einbauküchen, Badmöbel, Ankleiden, Hauswirtschafts- und weitere Wohnmöbel
Webseite: rotpunktkuechen.de
Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner führen das Unternehmen als geschäftsführende Gesellschafter. Sven Herden verantwortet als Geschäftsführer insbesondere Vertrieb und Marketing. Der Küchenhersteller ist vollständig auf eine Produktion in Deutschland ausgerichtet und unterhält internationale Handelsbeziehungen.

Die Geschichte begann 1930. Heinrich Rabe und Wilhelm Meyer gründeten unter dem Namen Rabe & Meyer eine Kistenfabrik. In der Anfangszeit entstanden unter anderem Holzkisten und Behältnisse, wie sie in der damals bedeutenden Bündener Zigarrenwirtschaft benötigt wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf Möbel und Küchen. Aus dem ursprünglichen Holz verarbeitenden Betrieb entwickelte sich ein Hersteller industriell gefertigter Einbauküchen.
Der Hauptsitz blieb in Bünde. Ein zweites Werk entstand im heutigen Preußisch Oldendorf-Getmold. Beide Standorte übernehmen Aufgaben in Produktion, Logistik und Verwaltung. In den vergangenen Jahren investierte das Unternehmen weiter in Maschinen, Gebäude, Lagertechnik und digitale Produktionsprozesse.
Heute gehört Rotpunkt Küchen zu den mittelgroßen Küchenproduzenten Ostwestfalens. Das Unternehmen ist deutlich kleiner als die größten Hersteller der Region, erreicht aber durch seine hohe Exportquote zahlreiche europäische und internationale Märkte.
Der Schwerpunkt liegt auf individuell geplanten Einbauküchen. Kunden wählen innerhalb des Sortiments unterschiedliche Schranktypen, Abmessungen, Fronten, Korpusfarben, Arbeitsplatten, Griffe und Innenausstattungen.
Zum Angebot gehören unter anderem:
Das Sortiment reicht von kompakten Küchen für kleinere Wohnungen bis zu großzügigen Planungen mit Kücheninsel, Hochschrankzeilen und Übergängen in Ess- oder Wohnbereiche.
Die Gestaltungsmöglichkeiten reichen von ruhigen, einfarbigen Fronten über Holz- und Steinoptiken bis zu metallisch wirkenden Oberflächen. Neben klassischen Griffen sind mehrere grifflose Varianten erhältlich.
Zu den bekannten Front- und Programmbezeichnungen gehören unter anderem Zerox, Memory, Power, Valley und Comfort. Innerhalb einer Planung können verschiedene Oberflächen und Materialien miteinander kombiniert werden.
Auch die Korpusgestaltung spielt eine besondere Rolle. Rotpunkt Küchen bietet zahlreiche Korpusfarben an, die nicht nur außen, sondern teilweise auch im Inneren der Schränke eingesetzt werden können. Dadurch müssen geöffnete Schränke und Auszüge nicht zwangsläufig eine neutrale weiße Innenfläche besitzen.
Zu den zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten gehören:
Für Arbeitsplatten werden unter anderem Holzspanwerkstoffe, HPL-Vollkernmaterialien, Granit und Keramik angeboten. Die Materialien unterscheiden sich in Stärke, Gestaltung, Pflegeeigenschaften und Beanspruchbarkeit.
Im Inneren der Schränke lassen sich Auszüge und Schubladen mit verschiedenen Ordnungssystemen ausstatten. Dazu gehören beispielsweise Einsätze für Besteck, Kochgeschirr, Gewürze, Folien oder Kaffeekapseln.
Auf der Unternehmenswebsite steht ein digitaler Konfigurator für verschiedene Schubkasteneinsätze zur Verfügung. Das Ergebnis kann anschließend ausgedruckt und mit einem Fachhändler besprochen werden.
Auch die Beleuchtung kann in die Küchenplanung einbezogen werden. Angeboten werden LED-Spots, Lichtleisten und indirekte Beleuchtungen. Mehrere Systeme lassen sich in Smart-Home-Anwendungen integrieren.
Das Sortiment ist inzwischen nicht mehr auf die klassische Einbauküche beschränkt. Schränke, Fronten und Gestaltungselemente können auch in weiteren Bereichen des Hauses eingesetzt werden.
Dazu gehören insbesondere:
Der Vorteil besteht darin, dass Küche und angrenzende Räume in einer zusammenhängenden Gestaltung geplant werden können. Farben, Holzdekore und Schrankelemente lassen sich über mehrere Räume hinweg wiederholen.
Für Badezimmer bietet das Unternehmen beispielsweise Waschtischmöbel, Hängeschränke und weitere Stauraumlösungen an. Die Planung erfolgt wie bei den Küchen über einen autorisierten Fachhändler.

Ein besonderes Merkmal des Sortiments ist das Greenline BioBoard Gen2. Dabei handelt es sich um eine Spanplatte, die je nach Ausführung für Korpusse und Fronten eingesetzt wird.
Für die Herstellung werden nach Unternehmensangaben bis zu 90 Prozent Recyclingholz verwendet. Dadurch soll der Einsatz von Frischholz reduziert werden. Die Greenline-Ausführung ist nicht für jede beliebige Front oder Korpusfarbe erhältlich, sondern für ausgewählte Dekore und Programme.
Das Material ist außerdem nach der japanischen Emissionsklasse F**** zertifiziert. Nach Darstellung des Herstellers geben entsprechend zertifizierte Produkte rund 50 Prozent weniger Formaldehyd an die Raumluft ab als herkömmliche Vergleichsprodukte.
Kunden, die eine Küche mit Greenline-Materialien planen möchten, sollten beim Fachhändler konkret nachfragen:
Nach Unternehmensangaben sind rund 95 Prozent des Produktsortiments FSC-zertifiziert. Das verwendete Holz stammt demnach unter anderem aus Wäldern in Deutschland, Österreich und Frankreich.
Eine FSC-Zertifizierung bezieht sich auf die Herkunft des Holzes und die Lieferkette. Sie bedeutet nicht, dass ein Möbelstück vollständig ohne Umweltbelastung hergestellt wird. Für eine sachliche Einordnung sollten daher Materialherkunft, Recyclinganteil, Produktion und Transport getrennt betrachtet werden.
Die Produktionsstandorte in Bünde und Getmold wurden bilanziell auf ihre Treibhausgasemissionen untersucht. Das Unternehmen verfolgt nach eigener Darstellung den Ansatz „Vermeiden, vermindern und kompensieren“.
Zu den veröffentlichten Maßnahmen gehören:
Seit 2019 arbeitet das Unternehmen mit der Organisation myclimate zusammen. Emissionen aus Produktion, Fuhrpark und Mitarbeitermobilität, die nicht vermieden werden, werden nach Unternehmensangaben über Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Die häufig verwendete Aussage einer „klimaneutralen Produktion“ ist deshalb als bilanzielle Klimaneutralität einzuordnen. Die Herstellung selbst verursacht weiterhin Emissionen, die teilweise reduziert und teilweise kompensiert werden.
Die Küchen- und Wohnmöbel werden an zwei Standorten hergestellt. Der Hauptsitz befindet sich in Bünde, ein weiteres Werk in Preußisch Oldendorf-Getmold.
Die Herstellung einer individuell geplanten Küche umfasst unter anderem:
Die Produktion verbindet automatisierte Maschinen mit manuellen Arbeitsschritten. Das Unternehmen betont, dass moderne Technik die Beschäftigten unterstützt, handwerkliche und kontrollierende Tätigkeiten aber weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Durch verschiedene Größen, Farben, Fronten und Ausstattungen ergeben sich nach Unternehmensangaben mehr als eine Million mögliche Varianten.
Die Möbel werden vollständig in Deutschland gefertigt. Verschiedene Programme und Produktunterlagen tragen das Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“.
Der Hersteller hebt insbesondere folgende Konstruktionsmerkmale hervor:
Welche Ausstattungsdetails tatsächlich enthalten sind, hängt vom jeweiligen Küchenprogramm und der konkreten Planung ab.
Eine vollständige Küche wird nicht unmittelbar beim Hersteller bestellt. Beratung, Planung und Verkauf erfolgen über Küchenstudios und Möbelhändler.
Der Fachhandel übernimmt insbesondere:
Auf der Unternehmenswebsite können Interessierte ihre Kontaktdaten hinterlassen und eine Empfehlung für einen Händler in ihrer Umgebung anfordern. Dabei kann auch angegeben werden, welche Produkte oder Küchenprogramme von Interesse sind.
Vor einem Besuch im Küchenstudio empfiehlt es sich, nachzufragen, ob die gewünschte Front, das Greenline BioBoard oder ein bestimmtes Küchenmodell ausgestellt ist.
Auf der Unternehmenswebsite steht ein virtueller 360-Grad-Rundgang durch die aktuelle Ausstellung zur Verfügung. Nutzer können sich dort verschiedene Küchen, Fronten, Badmöbel und Einrichtungsideen ansehen.
Der virtuelle Rundgang ersetzt keine persönliche Planung, bietet aber einen ersten Eindruck von:
Allgemeine öffentliche Öffnungszeiten für eine dauerhaft frei zugängliche Ausstellung am Werksstandort werden auf der Unternehmenswebsite derzeit nicht ausgewiesen. Für Privatkunden ist daher zunächst der virtuelle Rundgang oder der Besuch eines Fachhändlers die sinnvollste Anlaufstelle.
Auf den öffentlich zugänglichen Unternehmensseiten wird kein regelmäßig geöffneter Werksverkauf für Küchen, Ausstellungsmöbel oder Restposten genannt.
Reguläre Küchen und Wohnmöbel werden über den Fachhandel vertrieben. Auch bei Ergänzungen, Reklamationen oder Ersatzteilen sollte zunächst das Küchenstudio oder Möbelhaus angesprochen werden, bei dem die Küche gekauft wurde.
Dabei sind folgende Angaben hilfreich:
Rotpunkt Küchen beendete das Geschäftsjahr 2025 mit dem bislang höchsten Umsatz seiner Unternehmensgeschichte. Die Erlöse stiegen um 6,25 Prozent auf 103,7 Millionen Euro.
Zusätzlich erhöhte sich die verkaufte Menge nach veröffentlichten Brancheninformationen um 2,3 Prozent. Die Exportquote blieb bei rund 80 Prozent. Zu den wichtigen Auslandsmärkten gehören insbesondere die Niederlande, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien und skandinavische Länder.
Die Zahlen zeigen, dass die Bündener Produktion stark vom internationalen Küchenhandel abhängig ist. Gleichzeitig gehört Deutschland weiterhin zu den wichtigsten Einzelmärkten.
An den Standorten Bünde und Getmold arbeiten knapp 400 Menschen in Produktion, Logistik und Verwaltung.
Zu den möglichen Arbeitsbereichen gehören:
Aktuelle Stellenangebote zeigen, dass neben klassischen Produktions- und Logistikberufen zunehmend auch digitale Fachkräfte gesucht werden. Dazu gehören beispielsweise Tätigkeiten in den Bereichen künstliche Intelligenz und technische Systemintegration.
Als Arbeitgeberleistungen nennt das Unternehmen unter anderem:
Die konkrete Ausgestaltung hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz und Beschäftigungsmodell ab.
Das Unternehmen bietet kaufmännische, technische und handwerklich geprägte Ausbildungsberufe an.
Dazu gehören insbesondere:
Holzmechaniker lernen in einer eigenen Lehrwerkstatt unter anderem das Sägen, Bohren, Fräsen und Bedienen verschiedener Maschinen. Industriekaufleute durchlaufen mehrere Abteilungen und erhalten Einblicke in Einkauf, Vertrieb, Verwaltung und weitere Unternehmensbereiche.
Auszubildende aus der Möbelproduktion werden zudem durch regionale Einrichtungen wie die Lehrfabrik der Möbelindustrie in Löhne unterstützt. Dort werden digitale und automatisierte Produktionsverfahren vermittelt.
Bünde ist vor allem als historische Zigarrenstadt bekannt. Die Entwicklung von Rotpunkt Küchen zeigt jedoch, wie eng die Holzverarbeitung der Stadt auch mit der Möbelindustrie verbunden ist.
Aus einer Fabrik für Zigarrenkisten entstand ein international tätiger Küchenhersteller. Damit verbindet die Unternehmensgeschichte zwei für Bünde wichtige Wirtschaftszweige: die frühere Zigarrenindustrie und die heutige Möbel- und Küchenproduktion.
Der Standort liegt mitten im ostwestfälischen Küchencluster. In Bünde und den angrenzenden Städten befinden sich zahlreiche Hersteller und Zulieferer aus den Bereichen:
Rotpunkt Küchen steht innerhalb dieses Netzwerks besonders für international vertriebene Einbauküchen, flexible Gestaltungsmöglichkeiten und den verstärkten Einsatz von Recyclingholz.
Rotpunkt Küchen GmbH
Ladestraße 52
32257 Bünde
Telefon: 05223 6900-0
E-Mail: info@rotpunktkuechen.de
Webseite: rotpunktkuechen.de
Über die Unternehmenswebsite können Interessierte Küchen und weitere Wohnbereiche ansehen, Kataloge herunterladen, die virtuelle Ausstellung besuchen, einen Fachhändler anfragen oder sich über Stellenangebote und Ausbildung informieren.
Der Hauptsitz liegt an der Ladestraße 52 in Bünde. Ein weiteres Produktionswerk befindet sich in Preußisch Oldendorf-Getmold.
Zum Sortiment gehören individuell geplante Einbauküchen, Badmöbel, Ankleiden, Hauswirtschaftsräume und weitere Wohnmöbel.
Die Möbel werden an den deutschen Standorten Bünde und Preußisch Oldendorf-Getmold hergestellt.
Nein. Die Planung und der Verkauf erfolgen über Küchenstudios und Möbelhändler. Über die Händlersuche kann eine geeignete Verkaufsstelle angefragt werden.
Ein regelmäßig geöffneter Werksverkauf wird auf der offiziellen Unternehmenswebsite derzeit nicht genannt.
Ein virtueller Rundgang ist frei zugänglich. Allgemeine Öffnungszeiten einer öffentlichen Ausstellung am Werksstandort werden nicht veröffentlicht.
Dabei handelt es sich um eine Spanplatte, die aus bis zu 90 Prozent Recyclingholz hergestellt wird. Sie ist für ausgewählte Fronten und Korpusfarben erhältlich.
Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Bünde und Getmold knapp 400 Menschen.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 103,7 Millionen Euro.
Geschäftsführer sind Heinz-Jürgen Meyer, Andreas Wagner und Sven Herden.
Zum Ausbildungsangebot gehören unter anderem Holzmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute und Fachinformatiker für Systemintegration.
Quellen: Unternehmens-, Produkt-, Ausstattungs-, Nachhaltigkeits-, Karriere-, Händler- und Kontaktseiten von Rotpunkt Küchen sowie aktuelle Brancheninformationen. Angaben zuletzt geprüft am 23. Juli 2026.