Häcker Küchen in Rödinghausen: Einbauküchen aus Ostwestfalen

Häcker Küchen in Rödinghausen: Unternehmen, concept130, systemat, Produktion, Ausstellung, Nachhaltigkeit, Arbeitgeber und Ausbildung.

Eine Einbauküche muss zu Raum, Körpergröße und täglichen Arbeitsabläufen passen. Neben Schränken und Arbeitsplatten entscheiden Fronten, Stauraum, Elektrogeräte, Beleuchtung und Innenausstattung darüber, ob eine Planung langfristig funktioniert.

Häcker Küchen entwickelt und produziert individuell geplante Einbauküchen an den Standorten Rödinghausen und Venne. Das inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt rund 2.000 Menschen und fertigt in fünf deutschen Werken täglich ungefähr 1.000 Küchen. Verkauft werden die beiden Produktlinien concept130 und systemat über Küchenstudios und Möbelfachhändler. Mehr als 40 Prozent der Produktion gehen in den Export. Vertriebspartner befinden sich in über 60 Ländern.

Häcker Küchen auf einen Blick

Unternehmen: Häcker Küchen GmbH & Co. KG
Hauptsitz: Rödinghausen im Kreis Herford
Adresse: Werkstraße 3, 32289 Rödinghausen
Branche: Küchenmöbel und Einbauküchen
Gründung: 1898
Gründer: Hermann Häcker
Eigentümerstruktur: inhabergeführtes Familienunternehmen
Geschäftsführung: Matthias Berens, Jan Finkemeier, Jochen Finkemeier, Dirk Krupka und Stefan Möller
Beschäftigte: rund 2.000
Produktionsstandorte: Rödinghausen und Venne
Werke: fünf Produktionswerke in Deutschland
Produktionsfläche: rund 223.500 Quadratmeter
Tägliche Produktion: ungefähr 1.000 Küchen
Exportquote: mehr als 40 Prozent
Internationale Präsenz: Vertriebspartner in über 60 Ländern
Produktlinien: concept130 und systemat
Elektrogeräte: unter anderem die mit Häcker verbundene Marke Blaupunkt
Hausausstellung: mehr als 3.800 Quadratmeter in Rödinghausen
Webseite: haecker-kuechen.com

Das Unternehmen wird aktuell von fünf Geschäftsführern geleitet. Jochen Finkemeier führt den Familienbetrieb in vierter Generation. Zu den Geschäftsführungsbereichen gehören unter anderem Vertrieb, Digitalisierung, Technik, Produktion, Finanzen und Verwaltung.

Von der Tischlerei zum internationalen Küchenhersteller

Die Unternehmensgeschichte begann 1898. Hermann Häcker gründete in Rödinghausen eine Tischlerei, in der zunächst verschiedene Möbel und Holzprodukte entstanden. Im Jahr 1938 übernahm sein Sohn Friedrich Häcker den Betrieb.

Der entscheidende Schritt zum heutigen Küchenhersteller folgte 1965. Horst Finkemeier, Schwiegersohn von Friedrich Häcker, übernahm das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Renate. Mit dem Aufbau einer Serienfertigung für Küchenmöbel entwickelte sich die Tischlerei schrittweise zu einem industriellen Hersteller.

Seit 1996 gehört Jochen Finkemeier zur Geschäftsführung. In den folgenden Jahrzehnten wurden neue Werke errichtet, Produktionsflächen erweitert und die internationale Vertriebsstruktur ausgebaut. Zu den wichtigen Entwicklungsschritten gehörten außerdem die Einführung der Küchenlinien systemat und concept130 sowie der Aufbau einer eigenen Produktwelt für Kücheneinbaugeräte.

Im Jahr 2020 nahm das Unternehmen sein fünftes Werk in Venne im niedersächsischen Landkreis Osnabrück in Betrieb. Rödinghausen blieb Unternehmenszentrale, Ausstellungsort und ein wesentlicher Produktionsstandort.

Häcker Küchen Werk in Venne
Häcker Küchen Werk in Venne @Häcker MarketingHaecker VenneCC BY-SA 4.0

Welche Produkte stellt Häcker her?

Der Schwerpunkt liegt auf individuell geplanten Einbauküchen. Die Möbel werden nicht als unveränderliche Küchenzeilen gefertigt, sondern für jeden Auftrag aus unterschiedlichen Schranktypen, Maßen, Fronten, Arbeitsplatten und Ausstattungen zusammengestellt.

Zum Sortiment gehören unter anderem:

  • Küchenzeilen sowie L-, U- und Inselküchen
  • moderne und klassische Einbauküchen
  • grifflose Küchen
  • Landhausküchen
  • Hochschränke für Vorräte und Elektrogeräte
  • Unter- und Oberschränke
  • Schubkästen und Auszüge
  • Eck- und Vorratsschränke
  • Arbeitsplatten und Nischenverkleidungen
  • offene Regale und Paneelsysteme
  • Beleuchtungslösungen
  • Schrankinnenausstattungen
  • Sideboards und wohnraumfähige Möbelkomponenten
  • Lösungen für Ankleiden und angrenzende Wohnbereiche

Die beiden Produktlinien concept130 und systemat decken unterschiedliche Planungs- und Ausstattungsansprüche ab. Innerhalb der jeweiligen Systeme können Materialien, Maße und Funktionen kombiniert werden.

concept130 für vielseitige Küchenplanungen

concept130 ist die besonders breit aufgestellte Produktlinie des Herstellers. Sie umfasst aktuell 27 Programme mit unterschiedlichen Fronten, Farben und Oberflächen.

Zum Angebot gehören beispielsweise:

  • matte und glänzende Fronten
  • Holz- und Steinoptiken
  • einfarbige Oberflächen
  • Anti-Fingerprint-Fronten
  • Rahmenfronten für Landhausküchen
  • klassische Griffe
  • Griffleisten
  • grifflose Ausführungen
  • unterschiedliche Schrank- und Auszugshöhen

Die Bezeichnung concept130 leitet sich vom verwendeten Höhenraster ab. Die einzelnen Schrank- und Fronthöhen orientieren sich an einem Grundmaß von 130 Millimetern. Dadurch lassen sich Auszüge, Türen und Elektrogeräte in einer gleichmäßigen Linienführung anordnen.

Für matte PerfectSense-Oberflächen nennt der Hersteller einen Anti-Fingerprint-Effekt. Bei den widerstandsfähigen AURA- und AURA-GL-Schichtstoffoberflächen stehen mehrere Farben zur Auswahl. Ergänzend gibt es kräftigere Selection-Farben wie Eukalyptus, Smaragdgrün und Ocean.

concept130 eignet sich unter anderem für kompakte Küchen, klassische Küchenzeilen, Landhausplanungen und offene Küchen mit Übergängen zum Wohnraum.

systemat für höhere und besonders individuelle Planungen

Die Linie systemat bietet zusätzliche Möglichkeiten bei Materialien, Abmessungen, Sonderfarben und technischen Funktionen. Ein wesentliches Merkmal sind höhere Unterschrankkorpusse, die bis zu 84,5 Zentimeter erreichen können. Hochschränke lassen sich bis zu einer Korpushöhe von 234 Zentimetern planen.

Durch die höheren Korpusse kann zusätzlicher Stauraum entstehen. Gleichzeitig lässt sich die Arbeitshöhe genauer an die Körpergröße und die gewählte Stärke der Arbeitsplatte anpassen.

Zu den besonderen Möglichkeiten gehören je nach Planung:

  • besonders hohe Schränke
  • unterschiedliche Korpustiefen
  • individuelle Lackfarben
  • hochwertige Echtholz- und Furnierfronten
  • Naturstein- und Keramikoberflächen
  • Pocket-Door-Systeme
  • beleuchtete Griffprofile
  • besondere Auszugssysteme
  • wohnraumfähige Sideboards und Regale
  • Lösungen für Ankleiden

Pocket Doors sind Türen, die nach dem Öffnen seitlich in einen dafür vorgesehenen Zwischenraum geschoben werden. Dahinter können beispielsweise Elektrogeräte, Arbeitsflächen oder Regale verborgen werden. Wird die Küche nicht benutzt, lässt sich der Bereich wieder vollständig schließen.

Grifflose Küchen und unterschiedliche Öffnungssysteme

Grifflose Küchen besitzen keine aufgesetzten Bügel- oder Knopfgriffe. Türen und Auszüge werden stattdessen über zurückgesetzte Griffprofile oder mechanische Öffnungssysteme bedient.

Die Gestaltungsmöglichkeiten reichen von waagerechten Griffleisten unterhalb der Arbeitsplatte bis zu senkrechten Profilen an Hochschränken. Je nach Programm können die Griffbereiche beleuchtet oder farblich auf die Fronten abgestimmt werden.

Grifflose Küchen erzeugen ein besonders ruhiges Frontbild. Bei der Planung müssen jedoch Bedienbarkeit, Reinigung und der Einbau von Geräten genau berücksichtigt werden. Besonders bei Kühlschränken, Geschirrspülern und schweren Auszügen sollte das Öffnungssystem im Küchenstudio ausprobiert werden.

Häcker Küchen Hausausstellung
Häcker Küchen Hausausstellung @ haecker-kuechen.com

Mehr als 2.000 mögliche Farben

In der Hausausstellung weist der Hersteller auf mehr als 2.000 mögliche Farben hin. Die genaue Auswahl hängt von Produktlinie, Frontmaterial und Lackausführung ab.

Zum Materialspektrum gehören unter anderem:

  • Schichtstoff
  • Lacklaminat
  • Matt- und Hochglanzlack
  • Echtholzfurnier
  • Massivholzelemente
  • Holzdekore
  • Stein- und Betonoptiken
  • Glas
  • Metall
  • Keramik
  • Naturstein

Sonderfarben ermöglichen es, Küchen an Wandfarben, Bodenbeläge oder angrenzende Möbel anzupassen. Nicht jede Farbe kann jedoch mit jeder Front und jedem Schrankprogramm kombiniert werden.

Für eine verbindliche Planung sollten Kunden deshalb Muster unter unterschiedlichen Lichtbedingungen betrachten. Eine matte Front kann bei Tageslicht deutlich anders wirken als unter warmer Küchenbeleuchtung.

Arbeitsplatten und Nischenverkleidungen

Arbeitsplatten werden täglich stark beansprucht. Sie kommen mit Wasser, Hitze, Lebensmitteln, Reinigungsmitteln und Küchenwerkzeugen in Berührung.

Je nach Küchenprogramm können unter anderem folgende Materialien eingesetzt werden:

  • beschichtete Holzwerkstoffe
  • Schichtstoff
  • Kompaktplatten
  • Keramik
  • Naturstein
  • Quarzwerkstoffe
  • Edelstahl

Die Materialien unterscheiden sich bei Gewicht, Plattenstärke, Pflege, Hitzebeständigkeit und Preis. Eine Natursteinplatte besitzt beispielsweise eine individuelle Maserung, während Keramik besonders widerstandsfähig sein kann. Dünne Kompaktplatten ermöglichen wiederum eine zurückhaltende, geradlinige Gestaltung.

Nischenverkleidungen können farblich auf die Arbeitsplatte abgestimmt oder als bewusster Kontrast geplant werden. Auch Beleuchtung, Steckdosen und Relingsysteme lassen sich in den Bereich zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken integrieren.

Innenausstattung und Ordnungssysteme

Eine Einbauküche wird nicht nur von außen geplant. Schubkästen, Auszüge und Vorratsschränke müssen zu Geschirr, Lebensmitteln und den persönlichen Arbeitsabläufen passen.

Zum Zubehör gehören unter anderem:

  • Besteckeinsätze aus Holz oder Kunststoff
  • Gewürzeinsätze
  • Antirutschmatten
  • Wasserschutzmatten
  • variable Steckstäbe
  • Flaschenhalter
  • Mülltrennsysteme
  • Vorratsauszüge
  • Innenauszüge
  • Tandem-Schwenkauszüge
  • Halterungen für Küchenrollen und Handtücher

Vollständig ausziehbare Vorratsschränke ermöglichen den Zugriff von mehreren Seiten. Innenauszüge in Hochschränken sorgen dafür, dass einzelne Vorratsebenen getrennt geöffnet werden können.

Ein Teil des Zubehörs kann inzwischen unmittelbar über den herstellereigenen Onlineshop gekauft werden. Angeboten werden beispielsweise Besteckeinsätze, Antirutschmatten, Ausbesserungsprodukte und weitere Ordnungslösungen. Für vollständige Küchen oder größere Ergänzungen bleibt dagegen der Fachhandel zuständig.

Blaupunkt-Einbaugeräte für Häcker Küchen

Häcker verbindet seine Küchenmöbel mit einer eigenen Produktwelt für Elektrogeräte. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Marke Blaupunkt.

Zum Angebot gehören je nach Kollektion unter anderem:

  • Backöfen
  • Kochfelder
  • Dunstabzüge
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Geschirrspüler
  • Mikrowellen
  • Spülen
  • Armaturen

Blaupunkt-Einbaugeräte, Spülen und Armaturen werden in diesem Vertriebssystem ausschließlich über spezialisierte Küchenfachhändler in Verbindung mit einer Küche des Herstellers angeboten. Ein separater Kauf über beliebige Elektro- oder Onlinehändler ist nicht vorgesehen.

Der zuständige Geräteservice sitzt unmittelbar bei Häcker in Rödinghausen. Dadurch sollen Möbel, Geräte und die technische Planung besser aufeinander abgestimmt werden können.

Kunden können bei der Küchenplanung dennoch auch Elektrogeräte anderer Hersteller auswählen, sofern das jeweilige Küchenstudio diese anbietet und die Einbaumaße zur Planung passen.


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Küche und angrenzende Wohnbereiche

Obwohl das Unternehmen weiterhin eindeutig als Küchenhersteller auftritt, reichen einzelne Planungen über den eigentlichen Kochbereich hinaus.

Zum erweiterten Angebot gehören unter anderem:

  • Sideboards
  • Regale
  • Sitz- und Fensterbänke
  • Tische
  • Vitrinen
  • Ankleidesysteme
  • Möbel für offene Wohnbereiche

Diese Komponenten verwenden teilweise dieselben Fronten, Farben und Materialien wie die Küche. Dadurch können Küchenzeile, Essbereich und Wohnzimmer als zusammenhängender Raum geplant werden. In der Projektwelt werden entsprechende Wohnlösungen ausdrücklich als Ergänzung zu den Küchenprogrammen gezeigt.

Die Hauptkategorie des Unternehmens bleibt dennoch die Küche. Die wohnraumfähigen Elemente ergänzen das Sortiment, bilden bislang aber keine vollständig eigenständige allgemeine Möbelmarke.

Planung und Kauf über den Küchenfachhandel

Reguläre Küchen werden nicht unmittelbar beim Hersteller bestellt. Beratung, Planung und Verkauf erfolgen über autorisierte Küchenstudios und Möbelfachhändler.

Der Fachhandel übernimmt insbesondere:

  • Aufmaß des Raumes
  • Erfassung von Anschlüssen und Besonderheiten
  • Auswahl der Produktlinie
  • Zusammenstellung der Schränke
  • Wahl von Fronten und Arbeitsplatten
  • Planung der Elektrogeräte
  • Preisberechnung
  • Bestellung
  • Lieferung
  • Montage
  • Bearbeitung von Gewährleistungsfällen

Auf der Unternehmenswebsite steht eine Händlersuche zur Verfügung. Der Hersteller kann außerdem bei der Vermittlung eines geeigneten Küchenstudios helfen.

Nicht jeder Händler zeigt beide Produktlinien oder sämtliche Fronten. Vor dem Besuch sollte deshalb nachgefragt werden, ob concept130, systemat oder ein bestimmtes Material in der Ausstellung vorhanden ist.

Digitaler Küchenplaner zur Vorbereitung

Mit dem Online-Küchenplaner können Interessierte erste Grundrisse und Gestaltungsideen ausprobieren. Dabei lassen sich beispielsweise Küchenform, Schrankanordnung und Farben verändern.

Der digitale Planer eignet sich zur Vorbereitung, ersetzt jedoch kein genaues Aufmaß. Für eine vollständige Planung müssen unter anderem berücksichtigt werden:

  • Wasser- und Elektroanschlüsse
  • Türen und Fenster
  • Heizkörper
  • Dachschrägen
  • Wandvorsprünge
  • Sockelleisten
  • Abluft- und Lüftungsmöglichkeiten
  • Geräteanschlüsse
  • Sicherheitsabstände
  • Bodenunebenheiten

Das Ergebnis kann gespeichert oder als Grundlage für das Gespräch mit einem Küchenstudio verwendet werden.

Häcker Küchen Logo
Häcker Küchen Logo @ haecker-kuechen.com

Produktion an zwei Standorten mit fünf Werken

Die Küchen werden an den beiden deutschen Produktionsstandorten Rödinghausen und Venne hergestellt. Insgesamt verfügt das Unternehmen über fünf Werke und rund 223.500 Quadratmeter Produktionsfläche. Hinzu kommen etwa 25.000 Quadratmeter Verwaltungsfläche.

Zu den typischen Produktionsschritten gehören:

  • Prüfung und Übertragung der Bestelldaten
  • Bereitstellung der Materialien
  • Zuschnitt der Möbelplatten
  • Bohren und Fräsen
  • Bekanten der Bauteile
  • Bearbeitung von Fronten
  • Lackierung und Oberflächenveredelung
  • Montage von Scharnieren und Auszügen
  • Zusammenbau der Schränke
  • Qualitätskontrolle
  • auftragsbezogene Kommissionierung
  • Verpackung und Verladung

Die Fertigung ist weitgehend digitalisiert. Produktionsdaten werden aus der Planung übernommen und an die jeweiligen Maschinen und Arbeitsplätze weitergegeben. Dadurch können große Stückzahlen und individuelle Varianten miteinander verbunden werden.

Rund 1.000 Küchen pro Tag

Täglich werden ungefähr 1.000 Küchen hergestellt. Dabei handelt es sich nicht um 1.000 identische Küchenzeilen. Jeder Auftrag kann andere Schränke, Farben, Maße und Ausstattungen enthalten.

Das Unternehmen produziert auftragsbezogen und unterhält kein Fertigwarenlager mit kompletten Standardküchen. Im Projektgeschäft nennt Häcker mehr als 200 Milliarden theoretisch mögliche Varianten.

Die hohe Variantenvielfalt entsteht unter anderem durch:

  • unterschiedliche Schrankbreiten
  • mehrere Korpus- und Sockelhöhen
  • verschiedene Korpustiefen
  • Fronten und Lackfarben
  • Arbeitsplatten
  • Griffsysteme
  • Innenausstattungen
  • Beleuchtung
  • Elektrogeräte
  • Sonderanfertigungen

Eine eigene Lkw-Flotte übernimmt einen wesentlichen Teil der Auslieferung. Die Fahrzeuge werden über ein Live-Tracking-System gesteuert.

Werk 5 in Venne

Das Werk in Venne ergänzt die Produktionsanlagen in Rödinghausen. Dort werden insbesondere Küchen der Linie systemat gefertigt. Das Werk wurde mit weitgehend automatisierten Produktions- und Logistikprozessen aufgebaut.

Der zweite Produktionsstandort schafft zusätzliche Kapazitäten, ohne dass die Fertigung ins Ausland verlagert wurde. Sämtliche Küchenmöbel werden weiterhin in Deutschland hergestellt.

Damit unterscheidet sich Häcker von Unternehmen, die Entwicklung und Vertrieb in Deutschland bündeln, die eigentliche Möbelproduktion jedoch überwiegend in anderen europäischen Ländern durchführen.

Prüflabor und Qualitätssicherung

Materialien und Küchenbauteile werden im eigenen Prüflabor untersucht. Nach Unternehmensangaben gehören dazu unter anderem Prüfungen auf:

  • Wasserdampf
  • Feuchtigkeit
  • wechselnde Klimabedingungen
  • Widerstandsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Funktionssicherheit
  • Oberflächenqualität

Die Kontrollen beginnen bereits bei eingehenden Materialien und setzen sich während der Produktion fort. Zusätzlich werden externe Prüfstellen und Managementsysteme genutzt.

Zu den ausgewiesenen Zertifizierungen und Gütezeichen gehören:

  • Qualitätsmanagement nach ISO 9001
  • Umweltmanagement nach ISO 14001
  • Energiemanagement nach ISO 50001
  • Arbeitsschutzmanagement nach ISO 45001
  • das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“
  • das Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“
  • das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • PEFC-Zertifizierungen
  • Emissionsanforderungen nach E05
  • Anforderungen des US-Standards TSCA Title VI

Welche Kennzeichnung für eine konkrete Produktlinie oder Front gilt, sollte anhand der aktuellen Produktunterlagen geprüft werden.

Nachhaltigkeit in der Möbelproduktion

Das Unternehmen betreibt seit 2009 ein zertifiziertes Umweltmanagement und seit 2014 ein Energiemanagementsystem.

Zu den veröffentlichten Maßnahmen gehören:

  • Holzwerkstoffe aus zertifizierten Lieferketten
  • wasserbasierte Lacksysteme
  • Materialien mit Recyclinganteil
  • Sockelfüße aus vollständig recyceltem Kunststoff
  • Nutzung von Holzresten zur Wärmeerzeugung
  • Verzicht auf Styropor in Verpackungen
  • Einsatz erneuerbarer Energien
  • Photovoltaikanlagen
  • Optimierung des Materialverschnitts
  • Schienentransporte für bestimmte Warenströme
  • eigene Nachhaltigkeitsberichte

Für das Projektgeschäft gibt der Hersteller an, ausschließlich PEFC- oder FSC-zertifizierte Holzwerkstoffe aus Europa einzusetzen. Holzreste aus der Fertigung werden zur Wärmeerzeugung genutzt.

Klimaneutralität richtig einordnen

Häcker bezeichnet seine Produktion und sein vollständiges Küchensortiment als klimaneutral zertifiziert. Dabei werden zunächst Treibhausgasemissionen erfasst und durch betriebliche Maßnahmen reduziert. Verbleibende Emissionen werden durch die Unterstützung externer Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Es handelt sich daher um bilanzielle Klimaneutralität. Die Herstellung von Holzwerkstoffen, Beschlägen, Lacken, Elektrogeräten und Verpackungen verursacht weiterhin Emissionen. Diese werden innerhalb der verwendeten Bilanzierungs- und Kompensationssysteme berücksichtigt beziehungsweise ausgeglichen.

Das Unternehmen nennt unter anderem internationale Projekte in den Bereichen Aufforstung, Windkraft und Wasserkraft.

Hausausstellung in Rödinghausen

Am Hauptsitz befindet sich eine der größeren Herstellerausstellungen der ostwestfälischen Küchenbranche. Auf mehr als 3.800 Quadratmetern werden über 40 Küchen sowie Fronten, Materialien, Griffe und technische Funktionen präsentiert.

Zu sehen sind unter anderem:

  • Küchen der Linie concept130
  • Küchen der Linie systemat
  • moderne und klassische Fronten
  • Landhausküchen
  • grifflose Planungen
  • Arbeitsplatten und Materialmuster
  • Auszugssysteme
  • Innenausstattungen
  • Blaupunkt-Elektrogeräte
  • wohnraumfähige Sideboards und Regale
  • die Unternehmensgeschichte

Die Ausstellung dient der Information und Inspiration. Eine vollständige Küche wird dort nicht unmittelbar verkauft. Für Planung, Preisangebot und Bestellung vermittelt der Hersteller an einen Fachhandelspartner.

Adresse der Hausausstellung

Häcker Küchen
Werkstraße 3
32289 Rödinghausen

Kein regulärer Werksverkauf

Ein offizieller, regelmäßig geöffneter Werksverkauf für komplette Küchen, Restposten oder Ausstellungsmöbel wird auf den Unternehmensseiten nicht ausgewiesen.

Die Hausausstellung ist kein Küchen-Outlet. Sie zeigt Planungsmöglichkeiten, verkauft aber keine vollständigen Küchen unmittelbar an Privatkunden.

Auch Prototypen oder ehemalige Messeküchen werden nicht als dauerhaftes öffentliches Verkaufsangebot angekündigt. Entsprechende Drittanbieterangaben sollten deshalb nicht mit einem offiziellen Werksverkauf des Herstellers verwechselt werden.

Zubehör direkt beim Hersteller bestellen

Eine Ausnahme vom reinen Fachhandelsvertrieb bildet der Zubehörshop. Dort können Verbraucher ausgewählte Ergänzungen unmittelbar bestellen.

Zum Angebot gehören beispielsweise:

  • Besteckeinsätze
  • Schubkasteneinteilungen
  • Antirutschmatten
  • Wasserschutzmatten
  • Gewürzteiler
  • Steckstäbe
  • Schneidebretter
  • Ausbesserungsprodukte
  • Kindersicherungen

Für die Bestellung müssen Schrankbreite und Korpustiefe genau bekannt sein. Der Shop stellt dafür Messanleitungen zur Verfügung. Kann ein benötigtes Teil nicht eindeutig zugeordnet werden, sollte zunächst der ursprüngliche Küchenhändler angesprochen werden.

Reklamationen und Ersatzteile

Bei Problemen mit einer Küche bleibt grundsätzlich das Küchenstudio oder Möbelhaus erster Ansprechpartner. Dort wurde der Kaufvertrag abgeschlossen, und dort liegen normalerweise die Planungs- und Auftragsdaten vor.

Für eine Anfrage sollten Kunden möglichst bereithalten:

  • Name des Küchenhändlers
  • Kauf- und Lieferdatum
  • Auftrags- oder Kommissionsnummer
  • genaue Front- und Korpusbezeichnung
  • Maße des benötigten Bauteils
  • Fotos
  • Beschreibung des Problems
  • Angaben zum Elektrogerät

Bei Blaupunkt-Geräten kann zusätzlich der in Rödinghausen angesiedelte Geräteservice zuständig sein. Ob eine Anfrage direkt oder über den Händler bearbeitet wird, hängt von Produkt und Garantiefall ab.

Internationale Küchenprojekte

Neben dem klassischen Verkauf über Küchenstudios betreibt Häcker einen eigenen Bereich für internationale Bau- und Immobilienprojekte.

Zu den Auftraggebern gehören beispielsweise:

  • Projektentwickler
  • Bauträger
  • Architekten
  • Innenarchitekten
  • Betreiber von Apartmentanlagen
  • Investoren
  • Hotel- und Wohnungsbaugesellschaften

Die Projektgrößen reichen nach Unternehmensangaben von fünf Küchen bis zu Vorhaben mit mehr als 1.000 Einheiten. Der Hersteller begleitet die Projekte von der Planung und Bemusterung bis zur Auslieferung und Montage.

Referenzen bestehen unter anderem in Europa und Asien. Damit ist der Standort Rödinghausen nicht nur Produktionsort, sondern auch Ausgangspunkt für internationale Planungs-, Vertriebs- und Logistikleistungen.

Häcker Campus
Häcker Campus @ haecker-kuechen.com

Häcker Campus für Schulungen

Mit dem Häcker Campus unterhält das Unternehmen eine eigene Plattform für Aus- und Weiterbildung. Das Angebot richtet sich an Beschäftigte, Küchenfachhändler und internationale Vertriebspartner.

Zu den Schulungsthemen gehören beispielsweise:

  • Produktkenntnisse
  • Küchenplanung
  • Materialien und Fronten
  • Elektrogeräte
  • Verkaufsberatung
  • Montage
  • digitale Planungssysteme
  • Neuheiten der jeweiligen Kollektion

Die Schulungen können in Präsenz oder digital stattfinden. Mehr als 350 Menschen arbeiten nach aktueller Unternehmensdarstellung im Vertrieb und Kundendienst.

Häcker als Arbeitgeber in Rödinghausen

Mit rund 2.000 Beschäftigten gehört das Familienunternehmen zu den größten Arbeitgebern im Kreis Herford. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Rödinghausen, Venne und internationale Vertriebs- und Servicetätigkeiten.

Zu den Berufsfeldern gehören unter anderem:

  • Holzmechanik und Möbelproduktion
  • Maschinen- und Anlagenführung
  • Lackierung und Oberflächentechnik
  • Sonderanfertigung
  • Qualitätssicherung
  • Mechatronik und Instandhaltung
  • Arbeitsvorbereitung
  • Produktionsplanung
  • Lager und Logistik
  • Berufskraftverkehr
  • Produktentwicklung
  • Innenarchitektur
  • IT und Softwareentwicklung
  • Vertrieb und Export
  • Marketing
  • Einkauf, Finanzen und Personal

Als Arbeitgeberleistungen nennt das Unternehmen unter anderem:

  • Jobrad-Leasing
  • Betriebsrestaurants
  • vergünstigte Bahntickets
  • Tankrabatte
  • betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Vorsorge- und Versicherungsangebote
  • vergünstigte Fitnessmitgliedschaften
  • Corporate Benefits
  • interne Schulungsangebote
  • Eintrittskarten für den SV Rödinghausen

Die konkrete Leistung hängt von Standort, Tätigkeit und Beschäftigungsmodell ab.

Ausbildung bei Häcker Küchen

Das Unternehmen bietet kaufmännische, technische, handwerkliche und digitale Ausbildungsberufe an.

Zum aktuellen Angebot gehören:

  • Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau
  • Holzmechaniker beziehungsweise Holzmechanikerin
  • Mechatroniker beziehungsweise Mechatronikerin
  • Industriemechaniker beziehungsweise Industriemechanikerin
  • Elektroniker beziehungsweise Elektronikerin für Betriebstechnik
  • Fachinformatiker beziehungsweise Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung
  • Fachinformatiker beziehungsweise Fachinformatikerin für Systemintegration

Auszubildende erhalten nach Unternehmensangaben Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Schulungen, Prüfungsvorbereitung und Prämien für gute Noten. Zusätzlich finden Ausflüge, Projekte und regelmäßige Gespräche zur beruflichen Entwicklung statt.

Für den handwerklich-technischen Nachwuchs steht eine eigene Lehrwerkstatt zur Verfügung. Dort werden grundlegende Verfahren der Holz- und Möbelbearbeitung vermittelt, bevor die Auszubildenden weitere Produktionsbereiche kennenlernen.

Duales Studium

Neben den Ausbildungsberufen werden mehrere duale beziehungsweise praxisintegrierte Studiengänge angeboten.

Dazu gehören nach aktueller Unternehmensdarstellung:

  • Betriebswirtschaft
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Technik und Automatisierung
  • Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Logistik

Die Studierenden wechseln zwischen Theoriephasen an einer Hochschule und praktischen Einsätzen im Unternehmen. Dabei können sie unter anderem Produktion, IT, Logistik, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung kennenlernen.

Die verfügbaren Studienplätze und Kooperationshochschulen können sich je nach Bewerbungsjahr ändern.

Bedeutung für Rödinghausen und Ostwestfalen

Rödinghausen ist mit weniger als 10.000 Einwohnern eine vergleichsweise kleine Gemeinde. Die wirtschaftliche Bedeutung von Häcker ist deshalb besonders sichtbar. Das Unternehmen prägt Beschäftigung, Gewerbeflächen und die öffentliche Wahrnehmung des Ortes.

Am Standort treffen mehrere für Ostwestfalen typische Kompetenzen zusammen:

  • industrielle Möbelproduktion
  • Holz- und Oberflächenbearbeitung
  • Küchenplanung
  • Maschinenbau und Automatisierung
  • Beschlagtechnik
  • Elektrogeräte
  • Logistik
  • Softwareentwicklung
  • Fachhandel
  • Aus- und Weiterbildung

Die Unternehmensentwicklung steht beispielhaft für die Geschichte der ostwestfälischen Küchenindustrie: Aus einer kleinen Tischlerei entstand ein internationaler Hersteller, der seine Produkte weiterhin in der Region fertigt.

Gleichzeitig gehört das Unternehmen zur Küchenmeile A30. Während der jährlichen Hausmessen präsentieren zahlreiche Hersteller aus Rödinghausen, Löhne, Bünde, Kirchlengern und den umliegenden Orten ihre neuen Kollektionen. Dadurch wird die Region für Fachhändler aus Deutschland und dem Ausland zu einem zentralen Branchentreffpunkt.

Kontakt und weitere Informationen

Häcker Küchen GmbH & Co. KG
Werkstraße 3
32289 Rödinghausen

Telefon: 05746 940-0
E-Mail: info@haecker-kuechen.de
Webseite: haecker-kuechen.com

An derselben Adresse befinden sich Unternehmenszentrale und Hausausstellung. Die Produktion verteilt sich auf mehrere Werke in Rödinghausen und den Standort Venne.

Über die Unternehmenswebsite können Interessierte Küchenprogramme und Materialien ansehen, den digitalen Küchenplaner nutzen, einen Fachhändler suchen, Zubehör bestellen oder sich über Stellenangebote und Ausbildung informieren.

Häufige Fragen zu Häcker Küchen

Wo befindet sich Häcker Küchen?

Der Hauptsitz befindet sich an der Werkstraße 3 in Rödinghausen im Kreis Herford. Ein weiterer Produktionsstandort liegt in Venne im Landkreis Osnabrück.

Was stellt Häcker her?

Das Unternehmen produziert individuell geplante Einbauküchen. Ergänzend werden wohnraumfähige Sideboards, Regale, Tische und Ankleidesysteme sowie Zubehör und Kücheneinbaugeräte angeboten.

Wo werden die Küchen produziert?

Die Küchen werden an zwei deutschen Standorten mit insgesamt fünf Werken gefertigt. Die Standorte befinden sich in Rödinghausen und Venne.

Wie viele Küchen werden täglich hergestellt?

Nach aktueller Unternehmensangabe entstehen täglich ungefähr 1.000 Küchen.

Wie viele Menschen arbeiten bei Häcker?

Das Unternehmen beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Welche Küchenlinien gibt es?

Das Sortiment besteht aus den beiden Produktlinien concept130 und systemat. concept130 bietet eine große Programmauswahl, während systemat zusätzliche Möglichkeiten bei Korpushöhen, Materialien, Sonderfarben und Komfortfunktionen eröffnet.

Kann man eine Küche direkt beim Hersteller kaufen?

Nein. Vollständige Küchen werden über Küchenstudios und Möbelfachhändler geplant und verkauft. Auf der Herstellerseite steht eine Händlersuche zur Verfügung.

Gibt es einen Werksverkauf?

Ein offizieller, regelmäßig geöffneter Werksverkauf für komplette Küchen oder Ausstellungsmöbel wird nicht ausgewiesen. Die Hausausstellung ist kein Outlet.

Können Privatpersonen die Hausausstellung besuchen?

Grundsätzlich ja. Die Ausstellung dient auch der Information privater Kücheninteressenten. Aufgrund des Umbaus für die Hausmesse ist sie derzeit jedoch nur eingeschränkt zugänglich. Die vollständige Wiedereröffnung ist für den 29. September 2026 angekündigt.

Wie groß ist die Ausstellung?

Die Hausausstellung umfasst mehr als 3.800 Quadratmeter und zeigt über 40 Küchen sowie Materialien, Fronten und technische Ausstattungen.

Kann man Zubehör direkt bestellen?

Ja. Im Zubehörshop sind unter anderem Besteckeinsätze, Antirutschmatten, Innenausstattungen und Ausbesserungsprodukte erhältlich.

Welche Elektrogerätemarke gehört zum Angebot?

Blaupunkt-Einbaugeräte werden exklusiv über spezialisierte Fachhändler zusammen mit Häcker Küchen angeboten. Der zugehörige Geräteservice befindet sich in Rödinghausen.

Wer führt das Unternehmen?

Zur Geschäftsführung gehören Matthias Berens, Jan Finkemeier, Jochen Finkemeier, Dirk Krupka und Stefan Möller.

Welche Ausbildungsberufe werden angeboten?

Zum Angebot gehören unter anderem Industriekaufleute, Holzmechaniker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik sowie Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Systemintegration.

Quellen: Unternehmens-, Produkt-, Ausstellungs-, Projekt-, Nachhaltigkeits-, Karriere-, Händler-, Geräte- und Serviceseiten von Häcker Küchen sowie die aktuelle Unternehmensdarstellung 2025. Angaben zuletzt geprüft am 23. Juli 2026.