Barre statt Herforder: Ice Dragons setzen auf Barre Bier

Herforder Ice Dragons setzen künftig auf Barre Bräu aus Lübbecke und stärken damit die regionale Partnerschaft in Ostwestfalen.

Bei den Herforder Ice Dragons gibt es zur neuen Saison nicht nur Veränderungen auf dem Eis. Auch am Zapfhahn beginnt eine neue Zeit: Die Privatbrauerei Barre aus Lübbecke wird neuer Exklusivpartner des Herforder Eishockey Vereins für Bier und Brauereigetränke. Die Zusammenarbeit ist auf mindestens fünf Jahre angelegt.

Damit übernimmt ein traditionsreiches Unternehmen aus Ostwestfalen die Position des bisherigen Partners Warsteiner. Der Wechsel steht unmittelbar im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung des Herforder Brauereistandortes in Hiddenhausen und der Verlagerung der Produktion. Bei Heimspielen, Veranstaltungen und weiteren Vereinsaktivitäten der Ice Dragons sollen künftig Getränke aus Lübbecke ausgeschenkt werden.

Gerade in Herford dürfte dieser Schritt stärker wahrgenommen werden als ein gewöhnlicher Sponsorenwechsel. Die bevorstehende Schließung der Herforder Brauerei hat in den vergangenen Monaten viele Menschen in der Region beschäftigt. Rund 100 Beschäftigte arbeiten nach Angaben des WDR noch am Standort. Die Produktion der Marke Herforder soll künftig in Warstein gebündelt werden. Für die Beschäftigten wurde Ende Juli ein Sozialplan vereinbart.

Mit Barre bleibt zumindest beim Eishockey ein Bier am Zapfhahn, das tatsächlich in Ostwestfalen gebraut wird. Die Privatbrauerei wurde 1842 in Lübbecke gegründet und befindet sich weiterhin in Familienbesitz. Nach dem Bekanntwerden der Schließungspläne in Herford hatte Geschäftsführer Christoph Barre öffentlich für den Erhalt regionaler Braukultur und unabhängiger Brauereien geworben. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit Barre bleibt bei den Ice Dragons nicht nur das Bier regional – auch ein Stück ostwestfälische Brautradition bleibt sichtbar.

Für den Herforder EV ist die Vereinbarung zugleich langfristig angelegt. Der Verein spricht bewusst von einem regional verwurzelten Partner. Barre wiederum verbindet die Zusammenarbeit mit einem Bekenntnis zum Sport und zur Region. Zuletzt sorgte das Barre Pilsener zudem mit einer Auszeichnung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft für Aufmerksamkeit.

Unsere Meinung: Der Wechsel passt zu den Ice Dragons. Nach dem Verlust des Brauereistandortes Herford wäre es schwer vermittelbar gewesen, ausgerechnet beim heimischen Eishockey vollständig auf regionale Herkunft zu verzichten. Lübbecke liegt nur einige Kilometer weiter – und Barre produziert weiterhin in Ostwestfalen. Für den Verein ist das eine nachvollziehbare Entscheidung, für die regionale Wirtschaft zugleich ein kleines, aber sichtbares Signal.

Weitere Informationen: ice-dragons.de