Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Poggenpohl Küchen in Herford: Geschichte, Designkonzepte, Fertigung, Showroom, Qualität, Arbeitgeber und Ausbildung im Überblick.

Eine hochwertige Einbauküche wird nicht allein anhand von Schrankbreiten und Frontfarben geplant. Raumarchitektur, Materialien, Arbeitsabläufe, Stauraum und Beleuchtung müssen so zusammenspielen, dass ein funktionaler und zugleich persönlicher Lebensraum entsteht.
Poggenpohl entwickelt und produziert am Stammsitz in Herford individuell geplante Küchen für das Premium- und Luxussegment. Die 1892 gegründete Marke zählt zu den ältesten Küchenmarken der Welt und ist heute in mehr als 70 Ländern vertreten. Produktion, Produktentwicklung, Verwaltung und der umfangreichste Showroom des Unternehmens befinden sich weiterhin in Ostwestfalen.
Unternehmen: Poggenpohl Manufacturing GmbH
Marke: Poggenpohl
Hauptsitz: Herford im Kreis Herford
Adresse: Poggenpohlstraße 1, 32051 Herford
Branche: Küchenmöbel, Premiumküchen und Küchenarchitektur
Gründung: 1892
Gründer: Friedemir Poggenpohl
Geschäftsführung: Yihan Gao
Group CEO: Lars Eriksen
Eigentümer: Jomoo Group
Beschäftigte: mehr als 400 nach aktueller Unternehmensdarstellung
Produktion: vollständig am Standort Herford
Internationale Präsenz: mehr als 70 Länder
Vertriebsnetz: eigene Studios und autorisierte Handelspartner
Designkonzepte: +SEGMENTO, +MODO und +VENOVO
Produkte: individuell geplante Küchen, Schränke, Kücheninseln, Arbeitsplatten, Innenausstattungen, Solitäre und Accessoires
Showroom: am Unternehmenssitz in Herford
Webseite: poggenpohl.com
Das Unternehmen wird im aktuellen Impressum durch Managing Director Yihan Gao vertreten. Lars Eriksen führt die international tätige Gruppe als Group CEO. Seit dem 1. September 2020 gehört Poggenpohl zur chinesischen Jomoo Group.
Friedemir Poggenpohl gründete das Unternehmen 1892 mit dem Anspruch, die Küche funktionaler und besser zu gestalten. Aus dem ursprünglichen Tischlereibetrieb entwickelte sich eine international bekannte Marke für individuell geplante Küchenarchitektur.
Der Hersteller prägte die Entwicklung moderner Küchenmöbel durch verschiedene technische und gestalterische Neuerungen. Die Geschichte zeigt zugleich, wie sich die Küche von einem einzelnen Arbeitsraum zu einem zentralen Bestandteil des Wohnens verändert hat.
Zu den wichtigen Meilensteinen gehören:
Die Fertigung blieb trotz internationaler Expansion am Standort Herford. Nach Unternehmensangaben werden die Küchen ausschließlich in Deutschland hergestellt.
Mit der 1928 vorgestellten Reformküche verband Poggenpohl einzelne Schränke zu einer funktional zusammenhängenden Einrichtung. Die Innenausstattung wurde stärker nach Arbeitsabläufen und praktischer Nutzung gegliedert.
Damit unterschied sich das Konzept von Küchen, die aus frei stehenden und unabhängig voneinander gekauften Möbelstücken bestanden. Die Reformküche gilt in der Unternehmensgeschichte als ein Vorläufer der späteren Anbau- und Einbauküchen.
Diese Entwicklung war nicht nur eine Frage des Designs. Verbundene Schränke ermöglichten eine gleichmäßigere Arbeitsfläche, besser nutzbaren Stauraum und eine einheitlichere Raumplanung.
In den 1930er-Jahren wurde Poggenpohl mit einer besonderen Methode zur Herstellung hochwertiger Lackoberflächen bekannt. Bei der Zehner-Schleiflack-Technik wurden Lackschichten wiederholt aufgetragen und geschliffen, um eine besonders gleichmäßige und widerstandsfähige Oberfläche zu erzielen.
Aufwendige Lackarbeiten spielen bis heute eine Rolle. Für besondere Oberflächen werden weiterhin handwerkliche Arbeitsschritte eingesetzt, die Erfahrung und ein genaues Gefühl für Material, Lackmenge und Bearbeitung erfordern. Das Unternehmen verweist darauf, dass nur wenige spezialisierte Beschäftigte bestimmte Lackiertechniken vollständig beherrschen.
Das 1950 von Walter Ludewig entwickelte Küchensystem form 1000 übertrug die Küche stärker auf ein architektonisches Planungsprinzip.
Ober- und Unterschränke konnten flexibler an Wänden angeordnet werden. Dadurch ließ sich der vorhandene Raum genauer ausnutzen. Das System prägte nach Unternehmensdarstellung die weitere Entwicklung der modernen Einbauküche.
Einzelne Möbel wurden damit immer stärker als Bestandteile eines vollständigen Raumes verstanden. Genau dieses Prinzip bildet bis heute die Grundlage der individuellen Küchenplanung.
Im Jahr 1970 entstand gemeinsam mit dem Designer Luigi Colani die Studie experiment 70. Die blaue, kugelförmige Küche war als visionärer Entwurf für das Wohnen im Jahr 2000 gedacht.
Das Konzept setzte sich bewusst von den damals üblichen rechteckigen Küchenzeilen ab. Arbeitsflächen, Geräte und Stauraum wurden in einer kompakten, organisch geformten Einheit zusammengeführt.
Die Studie war kein reguläres Küchenprogramm für den breiten Markt. Sie verdeutlichte vielmehr den Anspruch, neue Formen des Kochens und Wohnens zu untersuchen.

Der Hersteller produziert individuell geplante Einbauküchen für private Wohnhäuser, Apartments und anspruchsvolle Immobilienprojekte.
Zum Sortiment gehören unter anderem:
Die Küchen werden auf die jeweilige Architektur, Nutzung und Materialauswahl abgestimmt. Jede Planung entsteht im Dialog zwischen Kunden und Planern in einem eigenen Studio oder bei einem autorisierten Handelspartner.
Während viele Küchenhersteller ihr Sortiment in zahlreiche einzelne Programme gliedern, arbeitet Poggenpohl vor allem mit übergeordneten Designkonzepten.
Diese Konzepte geben eine bestimmte Formensprache und konstruktive Grundidee vor. Materialien, Farben, Abmessungen und Schrankkombinationen werden anschließend individuell ausgewählt.
Zu den zentralen aktuellen Konzepten gehören:
Hinzu kommen Solitäre, Accessoires und besondere Einzelentwicklungen.
+SEGMENTO steht für eine besonders geradlinige und reduzierte Gestaltung. Die Fronten können grifflos ausgeführt werden, sodass ein ruhiges und weitgehend geschlossenes Erscheinungsbild entsteht.
Typische Merkmale sind:
Das Konzept kann je nach Materialwahl sehr zurückhaltend oder ausgesprochen repräsentativ wirken. Natursteinrahmen, bündig eingebaute Schubfächer und besonders feine Kanten gehören zu den gezeigten Gestaltungsmöglichkeiten.
+MODO arbeitet mit einem bewussten Versatz zwischen Arbeitsplatte und Unterschränken. Dadurch entstehen offene Bereiche, die als Ablage- oder Präsentationsflächen genutzt werden können.
Herausziehbare Tablare bieten Platz für Kochutensilien, Zutaten oder persönliche Gegenstände. Die Arbeitsplatte wirkt dabei teilweise wie eine über den Unterschränken schwebende Ebene.
Das von Jorge Pensi geprägte Konzept eignet sich sowohl für großzügige Küchenräume als auch für kompaktere Planungen. Durch die offenen Ebenen erscheint die Küche weniger wie eine vollständig geschlossene Schrankwand und stärker wie eine Einrichtung aus einzelnen architektonischen Elementen.
Bei +VENOVO werden die Küchenmöbel durch seitliche Bügel vom Boden abgehoben. Die Schränke wirken dadurch wie frei stehende, schwebende Möbelstücke.
Das Konzept kann mit Highboards und Lowboards kombiniert werden und löst die traditionelle Grenze zwischen Küche und Wohnbereich teilweise auf. Einzelne Elemente lassen sich frei im Raum positionieren.
+VENOVO richtet sich besonders an offene Grundrisse, Apartments und Wohnräume, in denen Küchenmöbel nicht wie eine klassische fest eingebaute Zeile erscheinen sollen.
Die Möbel bleiben funktionale Küchenelemente, können gestalterisch aber wie Sideboards oder andere Wohnmöbel wirken.
Kücheninseln bilden häufig den Mittelpunkt einer Planung. Sie können Arbeitsfläche, Kochfeld, Spüle, Stauraum und Sitzplätze miteinander verbinden.
Bei besonders großzügigen Räumen werden Kücheninseln häufig als eigenständige architektonische Elemente geplant. Dazu gehören beispielsweise:
Ergänzende Solitärmöbel können als Sideboard, Vitrine, Hochschrank oder frei stehender Stauraum eingesetzt werden. Dadurch lässt sich das Erscheinungsbild über den eigentlichen Kochbereich hinaus fortsetzen.
Das Angebot umfasst eine große Auswahl an Materialien, Farben und Oberflächen. Küchenfronten können matt, glänzend, strukturiert, metallisch oder mit Rahmenprofilen gestaltet werden.
Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem:
Für besondere Lackierungen können nach Unternehmensangaben auch Farben aus RAL- und NCS-Systemen ausgewählt werden. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt von Front, Konstruktion und technischer Umsetzbarkeit ab.
Naturstein spielt bei vielen gezeigten Küchen eine wichtige Rolle. Je nach Gesteinsart unterscheiden sich Farbe, Maserung und Struktur deutlich.
Verwendet werden beispielsweise:
Jede Platte besitzt ein eigenes Erscheinungsbild. Bei einer großformatigen Kücheninsel muss deshalb geprüft werden, wie die Maserung über Kanten, Ausschnitte und angrenzende Flächen geführt werden soll.
Naturstein kann sehr widerstandsfähig sein, ist aber nicht grundsätzlich unempfindlich. Säuren, Fett, Hitze und ungeeignete Reinigungsmittel können abhängig von der Gesteinsart Spuren hinterlassen.
Neben Naturstein können je nach Planung auch Keramik, Edelstahl, Verbundmaterialien oder beschichtete Werkstoffe eingesetzt werden.
Bei der Auswahl spielen mehrere Punkte eine Rolle:
Eine sehr dünne Arbeitsplatte unterstützt eine filigrane und geradlinige Gestaltung. Massive Steinplatten können dagegen bewusst als prägendes architektonisches Element eingesetzt werden.
Auch die Innenbereiche der Schränke werden auf die jeweilige Nutzung abgestimmt. Schubkästen und Auszüge können mit individuell angefertigten Einsätzen ausgestattet werden.
Zum Angebot gehören beispielsweise:
Bei den Ordnungssystemen kommen unter anderem Holz, Aluminium und weitere hochwertige Materialien zum Einsatz. Die Einteilungen werden auf die Abmessungen der jeweiligen Schubkästen abgestimmt.
Mit Caleidoscope bietet das Unternehmen ein modulares System für Schubkästen und Auszüge an.
Einzelne Module und Freiräume können flexibel angeordnet und an persönliche Bedürfnisse angepasst werden. Für die Einsätze wird unter anderem helles oder dunkles Eichenholz verwendet.
Der Vorteil eines solchen Systems liegt darin, dass nicht jeder Schubkasten dauerhaft auf eine einzige Nutzung festgelegt ist. Aufteilungen lassen sich bei veränderten Anforderungen neu zusammenstellen.

Eine Küche wird gemeinsam mit Planern in einem eigenen Studio oder bei einem autorisierten Fachhandelspartner entwickelt.
Der Planungsprozess umfasst normalerweise:
Auf der Unternehmenswebsite kann zunächst ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden. Ein Poggenpohl Guide unterstützt außerdem bei ersten Fragen und bei der Auswahl eines geeigneten Studios oder Handelspartners.
Ein allgemeiner Preis für eine Küche lässt sich nicht seriös nennen. Die Kosten hängen unter anderem von Raumgröße, Schrankzahl, Materialien, Arbeitsplatte, Elektrogeräten und Montage ab.
Besonders preisbestimmend können sein:
Ein verbindliches Angebot entsteht deshalb erst nach der konkreten Planung durch das zuständige Studio.
Die Küchen werden am Unternehmenssitz in Herford entwickelt und gefertigt. Der Standort verbindet moderne Produktionstechnik mit handwerklichen Arbeitsschritten.
Zu den typischen Produktionsschritten gehören:
Da jede Küche unterschiedlich geplant wird, müssen industrielle Fertigungsprozesse und individuelle Bearbeitung miteinander verbunden werden.
Die Marke betont die Verbindung von Tischlerhandwerk und moderner Fertigungstechnik.
Automatisierte Maschinen übernehmen beispielsweise wiederkehrende Zuschnitt-, Bohr- und Bearbeitungsschritte. Bei besonderen Oberflächen, Furnieren, Lackierungen und Sonderteilen bleibt Handarbeit erforderlich.
Gerade bei Naturmaterialien ist eine rein automatische Verarbeitung nur eingeschränkt möglich. Maserung, Farbverlauf und Oberflächenstruktur müssen beurteilt und aufeinander abgestimmt werden.
Bei individuellen Lackierungen können mehrere manuelle Arbeitsschritte erforderlich sein. Die Oberfläche wird vorbereitet, lackiert, geschliffen und erneut bearbeitet.
Das Unternehmen verweist darauf, dass bestimmte handwerkliche Lackiertechniken nur von wenigen besonders erfahrenen Beschäftigten ausgeführt werden können.
Solche Sonderoberflächen unterscheiden sich von industriell serienmäßig beschichteten Standardfronten. Sie ermöglichen eine stärkere Individualisierung, sind aber mit höherem Fertigungsaufwand verbunden.

Poggenpohl vertreibt seine Küchen weltweit über eigene Studios und autorisierte Handelspartner.
In einer Unternehmensmitteilung von 2024 wurden mehr als 20 eigene Studios und rund 350 Handelspartner genannt. Die Küchen werden in mehr als 70 Ländern angeboten.
Eigene Studios befinden sich beziehungsweise befanden sich unter anderem in international bedeutenden Städten wie:
Die genaue Zahl und Verteilung der Studios kann sich durch Neueröffnungen, Schließungen und neue Handelspartnerschaften verändern.
Seit dem 1. September 2020 gehört Poggenpohl zur Jomoo Group. Der chinesische Konzern ist international in den Bereichen Bad, Küche, Armaturen und intelligente Gebäudelösungen tätig.
Mit der Übernahme sollte die internationale Position der Marke weiterentwickelt werden. Unternehmenszentrale und Produktion verblieben in Herford.
Damit besitzt Poggenpohl heute eine internationale Eigentümerstruktur, bleibt in Entwicklung, Verwaltung und Fertigung aber eng mit Ostwestfalen verbunden.

Am Unternehmenssitz befindet sich der größte und umfangreichste Showroom der Marke. Neben aktuellen Küchenplanungen zeigt die Ausstellung auch die mehr als 130-jährige Unternehmensgeschichte.
Besucher können dort unter anderem sehen:
Die Ausstellung richtet sich an private Kücheninteressenten, Architekten, Innenarchitekten und Geschäftspartner. Für eine ausführliche Beratung empfiehlt sich eine vorherige Terminvereinbarung.
Poggenpohl Showroom Herford
Poggenpohlstraße 1
32051 Herford
Montag bis Freitag: 8.30 bis 13.30 Uhr
Laut aktueller Veröffentlichung bleibt der Showroom außerdem vom 24. Dezember 2026 bis einschließlich 1. Januar 2027 geschlossen. Vor einer längeren Anfahrt sollten die aktuellen Öffnungszeiten erneut überprüft und möglichst ein Termin vereinbart werden.
Ein regelmäßig geöffneter Werksverkauf für Restposten, Musterküchen oder einzelne Schränke wird auf den offiziellen Unternehmensseiten nicht ausgewiesen.
Der Showroom ist eine Marken- und Planungsausstellung und kein Möbel-Outlet. Eine individuell geplante Küche wird über das zuständige Studio oder einen autorisierten Handelspartner angeboten.
Wer gezielt nach einer reduzierten Ausstellungsküche sucht, sollte sich an einzelne Küchenstudios wenden. Dort können gelegentlich Musterküchen verkauft werden, wenn eine Ausstellung umgebaut wird. Solche Angebote stammen jedoch vom jeweiligen Händler und nicht zwangsläufig aus einem offiziellen Werksverkauf.
Der zuständige Vertragspartner bleibt auch nach dem Kauf die wichtigste Anlaufstelle.
Das gilt insbesondere für:
Für spätere Anfragen sollten Kunden möglichst folgende Informationen aufbewahren:
Bei älteren Küchen muss außerdem geprüft werden, ob die ursprünglichen Materialien und Beschläge noch verfügbar sind.
Neben privaten Einzelküchen betreut das Unternehmen internationale Immobilien- und Objektprojekte.
Das Angebot richtet sich unter anderem an:
Referenzen werden aus privaten Wohnhäusern, Wohnanlagen und international bekannten Immobilienprojekten gezeigt. Dazu gehören beispielsweise der Porsche Design Tower, der Millennium Tower und weitere hochwertige Wohnprojekte.
Bei solchen Aufträgen müssen Küchenplanung, Materialauswahl, Bauablauf, Lieferung und Montage über mehrere Wohneinheiten hinweg koordiniert werden.
Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel führt Poggenpohl als zertifizierten Küchenhersteller.
Zum Stand vom 23. Juli 2026 werden unter anderem folgende Kennzeichnungen ausgewiesen:
Das Herkunftslabel gilt laut Eintrag für das gesamte Küchenmöbelprogramm.
Das zuvor aufgeführte Gütezeichen „Möbel schadstoffgeprüft“ ist auf der DGM-Seite mit einer Gültigkeit bis zum 21. Juli 2026 angegeben. Eine öffentlich sichtbare Verlängerung war zum Prüfzeitpunkt noch nicht ausgewiesen. Deshalb sollte dieses Zeichen momentan nicht ohne aktuellen Nachweis als fortbestehende Zertifizierung dargestellt werden.
Das Label „Möbel Made in Germany“ bestätigt, dass wesentliche Produktions-, Montage- und Qualitätsprozesse in Deutschland stattfinden.
Bei Poggenpohl werden Entwicklung und Fertigung am Stammsitz in Herford gebündelt. Das Unternehmen hebt die ausschließliche Herstellung in Deutschland als wesentlichen Bestandteil seines Qualitätsanspruchs hervor.
Das Label sagt jedoch nicht automatisch aus, dass sämtliche Rohstoffe, Beschläge oder Elektrogeräte aus Deutschland stammen. Zulieferteile können auch aus anderen Ländern kommen.
Poggenpohl nimmt am Klimapakt der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel teil. Der aktuell ausgewiesene Nachweis ist bis April 2027 gültig.
Die Teilnahme umfasst die Erfassung und Auseinandersetzung mit betrieblichen Treibhausgasemissionen. Die DGM hat ihre frühere Bezeichnung „klimaneutraler Möbelhersteller“ inzwischen stärker in Richtung eines ausgewiesenen Klimaschutzbeitrags weiterentwickelt.
Deshalb sollte nicht pauschal behauptet werden, dass die Herstellung vollständig ohne Emissionen erfolgt. Materialgewinnung, Energieverbrauch, Zulieferung und Transporte verursachen weiterhin Umweltwirkungen.
Bei hochwertigen Küchen ist die mögliche Nutzungsdauer ein wesentlicher Nachhaltigkeitsfaktor. Schränke, Beschläge, Oberflächen und Arbeitsplatten sollen über viele Jahre funktionieren und gestalterisch bestehen.
Eine lange Nutzungszeit kann verhindern, dass eine vollständige Küche frühzeitig ersetzt werden muss. Dafür sind insbesondere entscheidend:
Das Unternehmen verweist selbst auf die hohe Produktqualität und die damit verbundene Verringerung häufiger Ersatzbeschaffungen.
Aktuelle, umfassende öffentliche Kennzahlen zu Energieverbrauch, Materialquoten, Recycling oder Treibhausgasemissionen werden auf den zentralen Unternehmensseiten nur eingeschränkt ausgewiesen. Weitergehende Aussagen zur Umweltleistung sollten daher nicht ohne zusätzliche Belege getroffen werden.
Die aktuelle Karriereseite nennt mehr als 400 Beschäftigte und eine Präsenz in über 70 Ländern. Am Stammsitz befinden sich Fertigung, Marketing, Produktmanagement, Corporate Architecture und Verwaltung.
Zu den Arbeitsbereichen gehören unter anderem:
Neben industriellen Tätigkeiten benötigt das Unternehmen Fachkräfte, die Materialien beurteilen, individuelle Planungen entwickeln und internationale Projekte begleiten können.
Mit der Poggenpohl Academy unterhält das Unternehmen ein eigenes Schulungsprogramm.
Neue und langjährige Beschäftigte sowie internationale Partner erhalten dort Weiterbildungen zu Produkten, Planung, Materialien und Markenstandards.
Mögliche Schulungsthemen sind:
Bei einem weltweit vertriebenen Produkt ist eine einheitliche Planungs- und Beratungsqualität besonders wichtig. Fehler beim Aufmaß oder bei der Materialauswahl können bei individuell gefertigten Küchen nur mit erheblichem Aufwand korrigiert werden.
Poggenpohl bietet am Standort Herford mehrere Ausbildungsberufe an.
Dazu gehören:
Hinzu kommen Schülerpraktika und Möglichkeiten für Umschüler.
Auszubildende arbeiten nach aktueller Unternehmensangabe 35 Stunden pro Woche und erhalten 30 Urlaubstage. Die praktische Ausbildung zum Holzmechaniker findet unter anderem in einer eigenen Lehrwerkstatt und in der Produktion statt.
Holzmechaniker lernen, Holzwerkstoffe und weitere Materialien zu bearbeiten und moderne Produktionsmaschinen zu bedienen.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören beispielsweise:
Der Berufsschulunterricht findet nach aktueller Ausschreibung am Wilhelm-Normann-Berufskolleg in Herford statt.
Industriekaufleute durchlaufen verschiedene kaufmännische Abteilungen.
Dazu können gehören:
Der schulische Teil wird nach aktueller Ausschreibung am Friedrich-List-Berufskolleg in Herford absolviert.
Poggenpohl gehört zu den Unternehmen, die die Geschichte der ostwestfälischen Küchenindustrie besonders früh geprägt haben.
Bereits Jahrzehnte vor dem starken Wachstum der regionalen Küchenbranche entwickelte der Hersteller verbundene Schrankprogramme, funktionale Innenausstattungen und architektonische Planungssysteme.
Der Standort Herford verbindet heute mehrere Kompetenzen:
Innerhalb des ostwestfälischen Küchenclusters steht die Marke besonders für das Premium- und Luxussegment. Während andere regionale Hersteller täglich sehr große Stückzahlen für einen breiten Markt produzieren, konzentriert sich Poggenpohl stärker auf individuelle Planungen, hochwertige Materialien und internationale Architekturprojekte.
Die Zugehörigkeit zur Jomoo Group hat an der regionalen Verankerung der Produktion bislang nichts geändert. Der Stammsitz in Herford bleibt Zentrum von Entwicklung, Fertigung und Markendarstellung.
Poggenpohl Manufacturing GmbH
Poggenpohlstraße 1
32051 Herford
Telefon: 05221 381-0
E-Mail: info@poggenpohl.com
Webseite: poggenpohl.com
An derselben Adresse befinden sich Unternehmenszentrale, Produktion und Showroom. Über die Unternehmenswebsite können Interessierte Designkonzepte ansehen, eine Broschüre bestellen, einen Beratungstermin vereinbaren oder ein Studio beziehungsweise einen autorisierten Handelspartner suchen.
Unternehmenssitz, Produktion und Showroom befinden sich an der Poggenpohlstraße 1 in Herford.
Das Unternehmen entwickelt und produziert individuell geplante Premium- und Luxusküchen. Dazu gehören Schränke, Kücheninseln, Arbeitsplatten, Innenausstattungen, Solitärmöbel und Accessoires.
Die Küchen werden am Stammsitz in Herford hergestellt. Das Unternehmen gibt an, ausschließlich in Deutschland zu produzieren.
Das Unternehmen wurde 1892 von Friedemir Poggenpohl gegründet.
Zu den zentralen aktuellen Konzepten gehören +SEGMENTO, +MODO und +VENOVO. Hinzu kommen Solitäre und individuelle Accessoires.
+SEGMENTO ist ein geradliniges Küchenkonzept mit klarer Linienführung und häufig grifflosen Fronten. Materialien und Farben können individuell kombiniert werden.
+MODO arbeitet mit einem Versatz zwischen Arbeitsplatte und Unterschränken. Offene und herausziehbare Tablare dienen als Ablage- und Präsentationsflächen.
Bei +VENOVO werden die Küchenschränke durch seitliche Bügel vom Boden abgehoben. Die frei stehenden Elemente verbinden Küche und Wohnraum.
Im Herforder Showroom kann ein Beratungstermin vereinbart werden. Alternativ erfolgt die Planung in einem eigenen Studio oder bei einem autorisierten Handelspartner.
Ein regelmäßig geöffneter Werksverkauf oder ein offizielles Outlet wird auf den Unternehmensseiten nicht ausgewiesen. Der Showroom ist eine Beratungs- und Markenausstellung.
Ja. Der Showroom ist regulär montags bis freitags von 8.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Für eine ausführliche Beratung empfiehlt sich eine vorherige Terminvereinbarung.
Seit September 2020 gehört das Unternehmen zur chinesischen Jomoo Group.
Managing Director ist Yihan Gao. Lars Eriksen ist Group CEO.
Die aktuelle Karriereseite nennt mehr als 400 Beschäftigte.
Poggenpohl ist nach Unternehmensangaben in mehr als 70 Ländern vertreten.
Zum Ausbildungsangebot gehören Holzmechaniker, Fachlageristen, Industriekaufleute und Fachinformatiker für Systemintegration.
Quellen: Unternehmens-, Marken-, Design-, Material-, Showroom-, Karriere-, Ausbildungs-, Presse- und Kontaktseiten von Poggenpohl sowie die aktuellen Zertifizierungsangaben der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel. Angaben zuletzt geprüft am 23. Juli 2026.