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Rheda-Wiedenbrück entdecken: zwei historische Stadtkerne, Schloss Rheda, Flora Westfalica, Wirtschaft und besondere Orte im Kreis Gütersloh.
Rheda-Wiedenbrück verbindet zwei historische Stadtkerne, Schloss Rheda und den Flora-Westfalica-Park mit einer außergewöhnlich starken mittelständischen Wirtschaft. Die Stadt im Kreis Gütersloh gehört zu den vielseitigsten Orten im Herzen Ostwestfalens.
Rheda-Wiedenbrück ist eine Stadt mit zwei Zentren. Das merkt man nicht nur am Doppelnamen. Rheda und Wiedenbrück besitzen jeweils eine eigene Geschichte, einen eigenen historischen Stadtkern und bis heute einen erkennbar unterschiedlichen Charakter.

Erst seit 1970 bilden beide gemeinsam mit Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit die heutige Stadt. Ende 2025 lebten hier 50.387 Menschen auf einer Fläche von 86,66 Quadratkilometern.
Zwischen den beiden Zentren liegt ausgerechnet das, was die Stadt heute besonders eng miteinander verbindet: der Flora-Westfalica-Park entlang der Ems. Dazu kommen Schloss Rheda, zahlreiche Fachwerkhäuser und eine Wirtschaftsstruktur mit international tätigen Familien- und Industrieunternehmen.
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Region: Ostwestfalen-Lippe
Kreis: Gütersloh
Einwohner: 50.387 (31. Dezember 2025)
Fläche: 86,66 km²
Stadt- und Ortsteile: Rheda, Wiedenbrück, Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit
Stadtverwaltung: Rathausplatz 13, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon: +49 5242 963-0
E-Mail: info@rh-wd.de
Website: rheda-wiedenbrueck.de
Bekannt für: zwei historische Stadtkerne, Schloss Rheda, Flora Westfalica und Fachwerk
Bekannte Unternehmen: Premium Food Group, Westag, COR und Pflüger
Verkehr: A2, B55, B61 und B64 sowie Bahnhof im Stadtteil Rheda
Die heutige Stadt ist jung, ihre beiden Kerne sind es nicht.
Wiedenbrück kann seine Geschichte mehr als tausend Jahre zurückverfolgen. Im Jahr 952 verlieh Kaiser Otto I. dem Ort Markt-, Münz- und Zollrechte. Rheda wurde 1088 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1355 Stadtrechte.
Über Jahrhunderte entwickelten sich beide Orte getrennt voneinander. Wiedenbrück gehörte zum Einflussbereich der Osnabrücker Fürstbischöfe, während Rheda von der gleichnamigen Herrschaft und dem Schloss geprägt wurde.
Erst die kommunale Neugliederung änderte das. Am 1. Januar 1970 wurden Rheda und Wiedenbrück zusammen mit Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit zur neuen Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengeschlossen.
Der Doppelname ist deshalb keine bloße historische Erinnerung. Bis heute gibt es zwei Innenstädte mit eigenen Plätzen, Kirchen, Geschäften und gewachsenen Strukturen.
Besonders geschlossen wirkt der historische Stadtkern von Wiedenbrück.
Rund um Markt, Lange Straße und die St.-Aegidius-Kirche prägen Fachwerkhäuser das Stadtbild. Das älteste erhaltene Fachwerkhaus der Stadt trägt die Jahreszahl 1549. Insgesamt gibt es in Rheda-Wiedenbrück heute rund 300 eingetragene Denkmäler und zahlreiche weitere historisch bedeutende Gebäude.
Wiedenbrück ist dabei keine reine Museumskulisse. Viele der historischen Häuser werden weiterhin bewohnt oder beherbergen Geschäfte und Gastronomie.
Eine weitere Besonderheit ist die Wiedenbrücker Schule. Rund 30 Werkstätten und Ateliers für sakrale Kunst prägten zeitweise die Stadt. Ihre Arbeiten fanden ihren Weg in Kirchen weit über die Region hinaus. Spuren dieser künstlerischen Tradition sind noch heute im öffentlichen Raum zu finden.
Damit besitzt Wiedenbrück einen Charakter, der sich deutlich von vielen industriell geprägten Städten im Kreis Gütersloh unterscheidet.

Auch Rheda besitzt einen historischen Kern. Zwischen Doktorplatz und Widumstraße hat sich ein fast geschlossenes Ensemble alter Gebäude erhalten.
Das prägendste Bauwerk liegt allerdings etwas abseits der Einkaufsstraßen: Schloss Rheda.
Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins Mittelalter zurück. Der mächtige Turm stammt aus der Zeit um 1180. Besonders bedeutend ist die romanische Turmkapelle, die zu den außergewöhnlichen mittelalterlichen Sakralbauten ihrer Art zählt. Das Schloss ist bis heute Residenz des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg.
Zum Ensemble gehören außerdem barocke Schlossbereiche und der Schlosspark. Dieser ist bereits seit 1842 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Schloss Rheda steht damit nicht nur für die Geschichte des Stadtteils. Die Anlage erklärt auch, warum sich Rheda über Jahrhunderte anders entwickelte als das nur wenige Kilometer entfernte Wiedenbrück.

Dass Rheda und Wiedenbrück heute räumlich enger zusammengewachsen sind, hat viel mit dem Jahr 1988 zu tun.
Damals fand in Rheda-Wiedenbrück die zweite Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens statt. Mehr als zwei Millionen Besucher kamen während der Veranstaltung in die Stadt. Das damalige Gartenschaugelände wurde anschließend dauerhaft erhalten.
Heute zieht sich der Flora-Westfalica-Park fast drei Kilometer entlang der Ems vom Rosengarten in Rheda bis zum Emssee in Wiedenbrück. Der gepflegte Parkbereich umfasst rund 29 Hektar; hinzu kommen naturnahe Flächen und ein 26 Hektar großes Naturschutzgebiet.
Für Fußgänger und Radfahrer ist die Flora heute weit mehr als ein Freizeitpark. Sie ist die grüne Verbindung zwischen den beiden großen Stadtteilen.
Wer vom Bahnhof in Rheda nach Wiedenbrück möchte, kann die beiden Stadtkerne beispielsweise zu Fuß durch den Park miteinander verbinden. (Rheda-Wiedenbrück)
Spielplätze, Emssee, Grünanlagen, Kunst und Veranstaltungen sorgen dafür, dass das ehemalige Landesgartenschaugelände auch Jahrzehnte später ein fester Bestandteil des Stadtlebens geblieben ist.

Auch die Ems prägt Rheda-Wiedenbrück stärker, als es ein Blick auf die Karte zunächst vermuten lässt.
Der Fluss durchzieht das Stadtgebiet und verbindet die beiden Zentren landschaftlich miteinander. Promenaden, Parkwege und naturnahe Bereiche begleiten ihn an vielen Stellen. (Rheda-Wiedenbrück)
Besonders sichtbar wird das rund um die Flora Westfalica und den Emssee in Wiedenbrück.
Damit besitzt die Stadt mitten in einem wirtschaftlich stark verdichteten Teil Ostwestfalens einen ungewöhnlich großen innerstädtischen Grünraum.

Rheda-Wiedenbrück ist jedoch keineswegs nur Fachwerk-, Schloss- und Parkstadt.
Die wirtschaftliche Bedeutung ist für eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern bemerkenswert.
Das größte Unternehmen am Standort ist die Premium Food Group, deren Holding bis Ende 2024 unter dem Namen Tönnies firmierte. Der Familienkonzern hat seinen Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück und erzielte 2024 nach eigenen Angaben rund acht Milliarden Euro Umsatz. Weltweit beschäftigt die Gruppe etwa 21.000 Menschen. Die Marke Tönnies besteht weiterhin für den Geschäftsbereich Fleischproduktion.
Ein weiterer traditionsreicher Industriebetrieb ist Westag. Das 1901 gegründete Unternehmen gehört zu den bedeutenden europäischen Herstellern von Holzwerkstoffprodukten für Hoch- und Innenausbau. 2025 erzielte Westag einen Umsatz von rund 181 Millionen Euro und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 873 Menschen. Der Hauptsitz befindet sich weiterhin in Rheda-Wiedenbrück.
Mit COR sitzt außerdem eine international bekannte Möbelmarke in der Stadt. Das Familienunternehmen entwickelt und fertigt seine Sitzmöbel weiterhin in Rheda-Wiedenbrück.
Auch kleinere und mittlere Spezialisten gehören zur Wirtschaftsstruktur. Das Homöopathische Laboratorium Pflüger produziert mit rund 130 Beschäftigten Arznei- und Gesundheitsprodukte am Standort.
Diese Mischung aus Lebensmittelindustrie, Holzverarbeitung, Möbelproduktion, Gesundheit, Handwerk und zahlreichen mittelständischen Betrieben ist typisch für Ostwestfalen – in Rheda-Wiedenbrück allerdings besonders konzentriert.
Rheda und Wiedenbrück stehen im Mittelpunkt, machen aber nicht die ganze Stadt aus.
Zum Stadtgebiet gehören außerdem Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit. Die Ortsteile sind deutlich ländlicher geprägt und sorgen dafür, dass trotz der rund 50.000 Einwohner große Teile des Stadtgebietes aus Feldern, einzelnen Siedlungen und Grünflächen bestehen.
Damit verbindet Rheda-Wiedenbrück zwei recht unterschiedliche Lebenswelten: dicht bebaute historische Stadtkerne und einen ländlich geprägten Außenbereich.
Die Lage an der A2 sowie an den Bundesstraßen B55, B61 und B64 sorgt gleichzeitig für gute Verbindungen nach Gütersloh, Bielefeld und in Richtung Ruhrgebiet. Der Bahnhof im Stadtteil Rheda liegt an wichtigen regionalen und überregionalen Bahnstrecken.
Rheda-Wiedenbrück lässt sich nur schwer auf ein einzelnes Wahrzeichen reduzieren.
Wiedenbrück steht für Fachwerk und einen gewachsenen historischen Stadtkern. Rheda wird vom Schloss und seiner Residenzgeschichte geprägt. Dazwischen verbindet die Flora Westfalica beide Stadtteile entlang der Ems.
Gleichzeitig gehört Rheda-Wiedenbrück zu den wirtschaftlich stärkeren Standorten im Kreis Gütersloh. International tätige Unternehmen stehen hier teilweise nur wenige Minuten von Fachwerkhäusern und Parkanlagen entfernt.
Gerade diese Mischung macht die Stadt interessant.
Wer Ostwestfalen entdecken möchte, findet in Rheda-Wiedenbrück keinen einheitlichen Stadtkern, sondern zwei gewachsene Städte, die seit mehr als einem halben Jahrhundert gemeinsam ihren eigenen Charakter entwickelt haben.
Weitere Städte und Regionen findest du unter Orte in Ostwestfalen.
Rheda-Wiedenbrück ist vor allem für seine beiden historischen Stadtkerne, Schloss Rheda, zahlreiche Fachwerkhäuser und den Flora-Westfalica-Park bekannt. Außerdem ist die Stadt ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Kreis Gütersloh.
Am 31. Dezember 2025 hatte Rheda-Wiedenbrück 50.387 Einwohner. Das Stadtgebiet umfasst 86,66 Quadratkilometer.
Rheda und Wiedenbrück waren bis 1970 eigenständige Städte. Erst im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden sie gemeinsam mit vier umliegenden Gemeinden zur heutigen Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengeschlossen.
Zu den wichtigsten Zielen gehören die historische Altstadt von Wiedenbrück, Schloss Rheda, die Rhedaer Altstadt und der Flora-Westfalica-Park mit dem Emssee.
Ja. Rheda-Wiedenbrück liegt im Kreis Gütersloh im Regierungsbezirk Detmold und gehört zu Ostwestfalen beziehungsweise zur Region Ostwestfalen-Lippe.