Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
Wegen erhöhter Waldbrandgefahr sperrt Bielefeld alle öffentlichen Grillplätze. Die Stadt reagiert auf Trockenheit und hohe Brandgefahr vorerst.

Bielefeld. Wer in den kommenden Tagen einen Grillabend auf einem der öffentlichen Plätze in Bielefeld geplant hat, muss umdisponieren. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der erhöhten Waldbrandgefahr hat die Stadt sämtliche elf öffentlichen Grillplätze vorerst gesperrt. Die Regelung gilt seit Montag, 10. August, und soll erst aufgehoben werden, wenn ausreichend Regen gefallen ist.
Grund für die Entscheidung ist die derzeitige Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr für Bielefeld aktuell mit Stufe drei von fünf ein. Damit liegt das Risiko im mittleren Bereich, die trockenen Böden und die fehlenden Niederschläge sorgen allerdings dafür, dass sich Feuer vergleichsweise schnell ausbreiten können. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe eins für eine sehr geringe bis Stufe fünf für eine sehr hohe Gefahr.
Ein Funke genügt: Bei anhaltender Trockenheit kann aus einem Grillabend schnell ein gefährlicher Waldbrand werden.
Von der Sperrung betroffen ist auch der Grillplatz Togdrang an der Osningstraße. Aufgrund seiner Lage galt dort bislang häufig eine Ausnahme. Dieses Mal wird jedoch auch dieser Platz vom Umweltbetrieb geschlossen. Wann wieder gegrillt werden darf, lässt sich derzeit nicht genau sagen. Die Stadt macht die Aufhebung ausdrücklich von ergiebigen Niederschlägen abhängig.
Ohnehin gelten in Bielefeld klare Regeln: Auf Spielplätzen und in öffentlichen Grünanlagen ist Grillen außerhalb der ausgewiesenen Flächen grundsätzlich nicht erlaubt. In den Wäldern ist die Situation noch eindeutiger. Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt ein gesetzliches Rauchverbot. Offenes Feuer, darunter auch Grill- und Lagerfeuer, ist im Wald sowie in einem Abstand von 100 Metern zum Waldrand verboten.
Das Land Nordrhein-Westfalen weist zudem darauf hin, dass die meisten Waldbrände nicht durch natürliche Ereignisse entstehen, sondern durch menschliches Verhalten. Gerade weggeworfene Zigaretten, offene Flammen oder heiße Fahrzeugteile auf trockenem Gras können zum Auslöser werden. Waldzufahrten sollten deshalb unbedingt für Feuerwehr und Rettungskräfte freigehalten werden.
Für Spaziergänge im Teutoburger Wald bedeutet die aktuelle Lage zwar kein Betretungsverbot, wohl aber besondere Aufmerksamkeit. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr über die 112 verständigen.
Unsere Meinung: Die Sperrung ist ärgerlich für alle, die gerade im Sommer die öffentlichen Grillplätze nutzen möchten, aber sie ist nachvollziehbar. Ein paar Wochen ohne Grillabend im Grünen sind leichter zu verkraften als ein Waldbrand im Teutoburger Wald. Gerade bei Trockenheit reicht eine kurze Unachtsamkeit aus – und aus einem gemütlichen Sommerabend kann innerhalb weniger Minuten ein ernsthafter Feuerwehreinsatz werden.
Weitere Informationen: bielefeld.de