Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Ostwestfalen bleibt Deutschlands wichtigster Standort für Küchenmöbel: 27 Produzenten erwirtschaften rund 3,35 Milliarden Euro Produktionswert.

Ostwestfalen-Lippe bleibt der wichtigste Standort der deutschen Küchenmöbelindustrie. Nach aktuellen Auswertungen der Möbelverbände behauptet Nordrhein-Westfalen seine Rolle als zentraler Standort der deutschen Möbelindustrie. Besonders stark ist die Stellung der Region Ostwestfalen bei Küchenmöbeln.
In Ostwestfalen-Lippe sitzen nach Angaben der Branche 27 Küchenmöbelproduzenten. Sie erreichten im vergangenen Jahr einen Produktionswert von rund 3,35 Milliarden Euro und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Damit entfielen 61 Prozent des bundesweiten Produktionswertes im Bereich Küchenmöbel auf die Region.
Für Ostwestfalen ist das mehr als eine Branchenzahl. Die Küchen- und Möbelindustrie prägt seit Jahrzehnten viele Standorte zwischen Herford, Löhne, Bünde, Gütersloh, Verl und Rheda-Wiedenbrück. Hier sitzen Hersteller, Zulieferer, Verbände, Dienstleister und Ausbildungseinrichtungen. In Herford ist zudem ein wichtiger Teil der Verbandsstruktur der deutschen Holz- und Möbelindustrie angesiedelt.
Knapp 40 Prozent des bundesweiten Möbelindustrieumsatzes werden in NRW erzielt
Auch Nordrhein-Westfalen insgesamt bleibt für die Branche von großer Bedeutung. Knapp 40 Prozent des bundesweiten Möbelindustrieumsatzes werden in NRW erzielt. Etwa ein Drittel der Beschäftigten der deutschen Möbelindustrie arbeitet im Land. Gleichzeitig steht die Branche weiter unter Druck. Die Möbelverbände verweisen auf ein schwieriges Marktumfeld. Der Umsatz der nordrhein-westfälischen Möbelindustrie sank zuletzt um sieben Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Viele Verbraucher halten sich bei größeren Anschaffungen zurück, der Wohnungsbau schwächelt, Kosten bleiben hoch und der internationale Wettbewerb ist spürbar. Auch der WDR hatte bereits berichtet, dass die Möbelindustrie nach den starken Corona-Jahren mit sinkender Nachfrage und rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hat.
Trotzdem zeigen die neuen Zahlen: Ostwestfalen verliert seine Bedeutung als Küchenstandort nicht. Gerade die Küchenmöbelhersteller bleiben ein industrieller Kern der Region. Viele Unternehmen sind mittelständisch geprägt, aber international ausgerichtet. Für Städte wie Löhne, Herford und Verl ist die Branche ein wichtiger Teil der wirtschaftlichen Identität.
Die Entwicklung passt auch zur jüngsten Aufmerksamkeit für die Region. Erst vor kurzem traf sich die europäische Möbelbranche in Herford zu den EFIC Furniture Days. Dort ging es um Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, neue EU-Regeln und die Zukunft der Produktion.
Für Ostwestfalen-Lippe bleibt die Küchenmöbelindustrie damit ein starkes Pfund. Die Ausgangsposition ist gut. Entscheidend wird nun, wie die Unternehmen mit schwacher Nachfrage, Digitalisierung, Fachkräftemangel und neuen Marktbedingungen umgehen.
Quelle: holzindustrie.de