Ostwestfalen.nrw
Louis-Ferdinand-Strasse 9
32052 Herford
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Ab Mittwoch, 24. Juni 2026, gelten in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne verbindliche Einschränkungen für die Nutzung von Trinkwasser.

Bad Oeynhausen/Hille/Hüllhorst/Löhne. Die Lage bei der Trinkwasserversorgung im Bereich des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ spitzt sich weiter zu. Ab Mittwoch, 24. Juni 2026, gelten in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne verbindliche Einschränkungen für die Nutzung von Trinkwasser. Betroffen sind vor allem Tätigkeiten, die nicht zur Grundversorgung gehören: Rasensprengen, Gartenbewässerung, Poolbefüllungen, Autowäsche sowie die Reinigung von Terrassen, Fassaden und Hofflächen mit Trinkwasser sind dann untersagt.
Die Entscheidung fiel nach einer gemeinsamen Krisensitzung der Bürgermeister der vier Kommunen am 22. Juni 2026. Hintergrund ist der anhaltend hohe Verbrauch bei gleichzeitig angespannter Versorgungslage. Bereits seit dem 19. Juni steht die Trinkwasserampel des Verbandes auf Rot – nach einer ersten Rotphase Ende Mai, einer kurzen Entspannung Anfang Juni und erneuter Verschlechterung Mitte Juni. Die bisherigen Appelle zum Wassersparen haben nach Einschätzung der Verantwortlichen nicht ausgereicht. An einzelnen Spitzentagen stieg die abgegebene Wassermenge auf über 20 Millionen Liter – am Freitag, den 19. Juni sogar auf über 20,2 Millionen Liter.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Trinkwasser bleibt selbstverständlich für das Nötige verfügbar. Kochen, Trinken, Duschen und die alltägliche Hygiene sind weiterhin gesichert. Eingeschränkt wird ausdrücklich der Verbrauch, der in der aktuellen Situation vermeidbar ist. Wer also den Rasensprenger laufen lässt oder den privaten Pool auffüllt, muss künftig mit Kontrollen durch die Ordnungsämter und möglichen Bußgeldern rechnen. Die genaue Höhe legen die Kommunen jeweils selbst fest.
Der Wasserbeschaffungsverband hat nach eigenen Angaben bereits versucht, die Lage über zusätzliche Mengen zu entspannen. Die eigene Förderung sei hochgefahren worden, über Partner seien außerdem über 650.000 Liter täglich zusätzlich organisiert worden. Trotzdem fließt derzeit mehr Wasser aus den Hochbehältern ab, als über Brunnen und Zulieferungen wieder nachkommt. Alle weiteren Bezugsquellen seien nach Angaben des Verbandes ausgeschöpft.
Wie lange die Verordnung gilt, ist offen. Klar ist aber: Die Maßnahme kann länger dauern als die aktuelle Hitzephase, da auch einzelne Zulieferer dauerhaft weniger liefern können als vereinbart. Erst wenn sich die Versorgung spürbar stabilisiert, dürften die Einschränkungen wieder aufgehoben werden. Auch andernorts in Ostwestfalen-Lippe wächst die Sorge: Bielefeld, Rheda-Wiedenbrück und Rietberg haben ihre Trinkwasserampeln ebenfalls auf Gelb gestellt.
Weitere Informationen: wbvamwiehen.de