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32052 Herford
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Der Flughafen Paderborn/Lippstadt darf staatliche Unterstützung bekommen. Die EU-Kommission hat Beihilfen in Höhe von 4,5 Millionen Euro genehmigt.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt darf staatliche Unterstützung bekommen. Die EU-Kommission hat Beihilfen in Höhe von 4,5 Millionen Euro genehmigt. Das Geld soll dem Regionalflughafen helfen, Investitionen zu finanzieren, den kommerziellen Betrieb fortzuführen und die Qualität von Infrastruktur und Dienstleistungen zu verbessern.
Für den Airport in Büren ist die Entscheidung aus Brüssel eine wichtige Nachricht. Regionalflughäfen stehen seit Jahren unter Druck. Sie konkurrieren mit großen Standorten wie Düsseldorf, Köln/Bonn oder Dortmund, haben aber deutlich kleinere Passagierzahlen und weniger Spielraum bei den Einnahmen. In Paderborn/Lippstadt kommt hinzu, dass der Flughafen stark vom Ferienflugverkehr abhängig ist.
Nach Angaben der EU-Kommission handelt es sich um Investitionsbeihilfen. Der Flughafen habe im Jahr 2024 rund 820.000 Passagiere abgefertigt. Für 2025 nennen Branchenzahlen rund 711.000 Fluggäste. Das entspricht einem Rückgang von etwa 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bleibt Paderborn/Lippstadt der kleinste der sechs Hauptverkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen.
Trotzdem hat der Airport für die Region Ostwestfalen eine besondere Bedeutung. Er wird überwiegend von kommunalen Gesellschaftern getragen, allen voran dem Kreis Paderborn. Aus Sicht vieler Kommunen ist der Flughafen ein Standortfaktor für Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung. Gerade für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen zählt die schnelle Erreichbarkeit von Flugverbindungen, ohne erst nach Düsseldorf oder Köln fahren zu müssen.
Die Geschichte der vergangenen Jahre zeigt aber auch, wie schwierig das Geschäft ist. In der Corona-Krise brachen die Passagierzahlen massiv ein. 2020 musste der Flughafen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnen. Nach Sanierung, Einschnitten und Personalabbau kehrte die Gesellschaft 2021 in den regulären Betrieb zurück.
Seitdem versucht der Flughafen, sich wirtschaftlich stabiler aufzustellen. Neben klassischen Ferienflügen setzt der Airport auch auf Innovationen, effizientere Abläufe und seine Rolle als regionaler Mobilitätsstandort. Fördermittel von Bund und Land flossen bereits in Projekte rund um digitale und nachhaltigere Flughafenprozesse.
Die neue Genehmigung aus Brüssel löst die strukturellen Probleme kleiner Flughäfen nicht. Sie verschafft dem Airport aber Luft für notwendige Investitionen. Für Ostwestfalen ist die Entscheidung deshalb mehr als eine Zahl aus Brüssel. Es geht um die Frage, ob die Region langfristig einen eigenen Flughafen halten will – und was dieser Standort dafür künftig leisten muss.
Link zum Paderborn/Lippstadt Airport: airport-pad.com